Gesunkenes Schiff «Vitzenova» kann definitiv nicht gehoben werden

Das 60-plätzige Motorschiff war 1999 im Sturm Lothar gesunken, mitsamt Diesel- und Motorenöl. Es wurde nicht geborgen. Der Besitzer war unterversichert. Regierung und Verwaltung erachteten eine Bergung als unverhältnismässig. Auch der private Verein konnte nicht genug Geld sammeln.

Gekenterte Segelboote im Hafen von Arth nach dem Sturm Lothar 1999. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Sturm Lothar versenkte im Dezember 1999 viele Schiffe - hier im Hafen von Arth. Keystone

Seit ihrem Untergang im Dezember 1999 hatte die «VItzenova» auch Kantonsrat und Regierung beschäftigt. Man befürchtete eine Verschmutzung des Vierwaldstättersees durch Diesel und Öl. Doch schliesslich entschied man sich gegen eine Bergung, sie sei zu teuer und zu kompliziert.

Dagegen wehrte sich ein privater Verein. Er wollte die Hebung des Schiffs aus Gründen des Umweltschutzes mit privaten Mitteln bewerkstelligen. Das sei nicht gelungen, erklärt Präsident Marcel Bachmann gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. Gegen 250'000 Franken hätte man gebraucht. Die Unterstützung der Politik habe gefehlt, so dass auch Private nicht einspringen wollten. Der Verein befürchtet, das dies ein schlechtes Signal sei, dass man bei ähnlichen Fällen in Zukunft ebenfalls auf eine Hebung des Schiffes verzichten werde.