Zum Inhalt springen

Kosten für Asylsuchende Hohe ungedeckte Kosten für die Betreuung Minderjähriger

Der Kanton Luzern bleibt auf rund der Hälfte der Kosten für die Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden sitzen. 2016 betrugen diese 6,6 Millionen Franken.

Junge Asylbewerber in einem Schulzimmer beim Schreiben.
Legende: Junge Asylbewerber lernen Deutsch in einer Spezialklasse für asylsuchende Minderjährige. SRF

Der Kanton Luzern betreut rund 150 Kinder und Jugendliche. Diese erhalten eine 24-Stunden-Betreuung und Zugang zu Schule und Berufsbildung. Von den Gesamtkosten für die Unterbringung und Betreuung wurden im letzten Jahr 3,15 Millionen Franken durch die Globalpauschalen des Bundes gedeckt. Dies teilte die Luzerner Regierung in einer am Dienstag publizierten Antwort auf eine Anfrage im Kantonsrat mit.

Hohe Kosten für Unterbringung und Schulunterricht

Die Betroffenen, die ohne Eltern in die Schweiz gekommen waren, wurden am häufigsten in speziellen Zentren in Kriens und Emmenbrücke einquartiert. Diese Unterbringung kostet knapp 30'000 Franken pro Kind und Jahr. Mit bis zu 90'000 Franken zu Buche schlägt hingegen eine Fremdplatzierung in einer Pflegefamilie.

Hinzu kommen Ausgaben von mehreren tausend Franken pro Kind und Jahr für den Schulunterricht in einem Zentrum oder in einer Regelschule. Weiter sorgt der Kanton bei Bedarf mit Kursen und Brückenangeboten auch für eine berufliche Integration der Jugendlichen.

Luzern und andere Kantone weisen seit Längerem darauf hin, dass die Globalpauschalen des Bundes im Asylbereich nicht ausreichen. Die Kantone bleiben auf ungedeckten Kosten in unbekannter Höhe sitzen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Diese Luzerner 24-Stunden Betreuung der momentan 150 Kinder (die als "Flüchtlinge" alleine zu uns kamen!) und der ganze Gratis-Schulunterricht, zeigt genau das auf, warum Kinder alleine auf die weite Reise ins "gelobte Land" geschickt werden: Diese "Gratis-Betreuung und Gratis-Schulausbildung" ist auch in den Herkunftsländer bestens vernetzt und bekannt! Eine solche Gelegenheit darf "man" sich doch nicht entgehen lassen! (Die Schweiz wird mit ihrer Sozial-Industrie zur weltweiten "Lachnummer"!)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Wir müssen diese Kinder zurück begleiten und nicht mit "Hirnwäschen" umerziehen. Diese Kinder würden sich in ihren Ländern besser fühlen, denn unsere Kultur ist so anders. Leider sind für solche Aktionen in der Schweiz vor allem Leute eingestellt, die keine Ahnung von anderen Kulturen und deren Wichtigkeit haben. Es braucht eigentlich nur eine Handvoll, intelligenter und fähiger Führungskräften, die dem unteren Kader sagt was zu tun ist. Bei uns scheint jeder "Gutmensch" frei handeln zu dürfen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen