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Zentralschweiz Hotel Schweizerhof blitzt vor Bundesgericht ab

Das am See gelegene Hotel Schweizerhof in der Stadt Luzern durfte der neu geschaffenen Tourismuszone zugewiesen werden. Dies hat das Bundesgericht in einer öffentlichen Beratung entschieden.

Hotel Schweizerhof
Legende: Das Bundesgericht hat entschieden: Das Hotel Schweizerhof bleibt in der Tourismuszone. Keystone

Die Miteigentümer des Hotels Schweizerhof hatten geltend gemacht, dass die Zuteilung des Hotels in die Tourismuszone den Wert des Hauses mindere.

Als Folge davon würden sich die Kreditbedingungen für sie verschlechtern.
Vor Bundesgericht beantragten sie die Zuordnung ihrer Grundstücke und damit des Hotels zur Wohn- und Arbeitszone.

Planerisches Interesse

Das Bundesgericht hat in der Beratung klar festgehalten, dass es sich bei der Schaffung einer Tourismuszone und der entsprechenden Zuteilung nicht um eine wirtschaftspolitische Massnahme handle.

Vielmehr liege dem Vorgehen ein stadtplanerisches Interesse zugrunde. Die Stadt wolle mit der Tourismuszone verhindern, dass an prominenter Lage am Vierwaldstättersee Luxuswohnungen entstehen. Dies sei ein legitimes Interesse.

Die Eigentümer bedauern den Entscheid des Bundesgerichts, wie sie am Mittwoch mitteilen. Sie hätten immer betont, dass sie das Hotel nicht umnutzen wollten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von H.A. Leu-Sarasin (Natur)
    Recht ist nicht Recht weil es gerecht ist, sondern weil es RECHT ist! Scheuklappen-Entscheid.
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    1. Antwort von John Johnson (Kelten)
      Absolut richtiger Bundesgericht Entscheid! Wir wollen im Kanton Luzern schliesslich nicht dieselben unsinnigen und gierigen-Ego-Immobilien-Spekulanten fördern, welche gravierende Landes-Zonen-Verschandelungen kaputt machen; nur weil ein paar wenige Kapitalisten nicht mehr wissen wie sie ihr Geld, ohne volkswirtschaftlichen Nutzen vernichten können, wie dieses Chaos bekanntlich vielfach im Kanton Graubünden seit Jahren praktiziert wird :-)
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