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Jungfernfahrt Das neue Bürgenstock-Shuttleschiff sticht in See

Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde der neue Katamaran der SGV getauft und in Betrieb genommen.

Der moderne Katamaran verkehrt ab sofort ganzjährig auf der Linie Luzern-Kehrsiten-Bürgenstock und fährt im Stundentakt täglich 17 Mal. Er transportiert die Gäste direkt vom Bahnhof Luzern bis zur Bürgenstockbahn.

Die wichtigsten Fakten zum Schiff:

  • Die Investitionskosten der MS Bürgenstock belaufen sich auf sechs Millionen Franken.
  • Das Schiff hat einen Hybridmotor, kann 35 Stundenkilometer schnell fahren und wurde in der Werft in Luzern gebaut.
  • Die Fahrt von Luzern nach Kehrsiten-Bürgenstock dauert mit der MS Bürgenstock 23 Minuten.
Legende: Video Neuer Bürgenstock-Shuttle der SGV abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.05.2018.

Die Kosten für den Bau, den Betrieb und auch den Unterhalt der MS Bürgenstock trägt die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) selber. Dafür hat die SGV ein zinsloses Darlehen vom Bund und den beiden Kantonen Luzern und Nidwalden erhalten. Eine Investition, die sich laut SGV-Direktor Stefan Schulthess lohnt.

SRF News: Stefan Schulthess, Sie haben sehr viel Geld in dieses Shuttle-Schiff investiert. Lohnt sich das?

Stefan Schulthess: Es ist sehr viel Geld und wir müssen einen Teil auch wieder zurückzahlen. Aber die SGV profitiert von den Attraktionen rund um den Vierwaldstättersee, wie dem Pilatus, der Rigi oder eben dem Bürgenstock. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese möglichst gut mit dem Schiff zu erschliessen.

Bis heute war ein Ersatzschiff auf der Strecke Luzern-Kehrsiten unterwegs. Stimmen die Passagierzahlen für die SGV?

Bis jetzt haben wir pro Tag 300 bis 400 Personen, die das Angebot nutzen. Hotelgäste des Bürgenstock-Resorts und Angestellte zahlen einen deutlich reduzierten Fahrpreis. Bis jetzt rechnet sich der Betrieb noch nicht. Wir brauchen mindestens die doppelte Passagierzahl. Aber wir sind zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Jahren noch ändern wird.

Das Shuttle-Schiff fährt 365 Tage im Jahr, 17 Mal pro Tag. Also muss der Betrieb auch im Winter bei schlechtem Wetter rentieren. Wie wollen Sie das schaffen?

Wir gehen schon davon aus, dass wir im Sommer jeweils mehr Passagiere haben werden und im Winter etwas weniger. Aber mit Spezialangeboten des Bürgenstock-Resorts werden sicher noch mehr Gäste angelockt. Eine absolute Gewissheit haben wir aber natürlich nicht, dass sich der Betrieb in zwei bis drei Jahren wirklich lohnen wird.

Das Gespräch führte Julia Stirnimann.

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Regula Aeppli (Regula Aeppli)
    Schade, dass das Schiff zu dieser feierlichen Jungfernfahrt weder beflaggt noch blumengeschmückt war.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Geistert etwa im Hirn des Herrn der SGV Schiffe bereits ein Neubau herum? Auf die Frage, ob wieder ein Neubau vorgesehen sei, wies Herr Direktor Schulthess auf die bevorstehende Sanierung der "Stadt Luzern" hin und ".....dann sehen wir weiter". Müssen wir etwa um ein weiteres, nach Schulthess' Meinung "nicht mehr zumutbares" Schiff fürchten? Etwa um die kleine nostalgische MS "Mythen", oder/und "Rütli"?
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Morgens um 6 bis etwa 8 fahren hauptsächlich Angestellte zu stark reduzierten Preisen. Im Winter werden sicher die Gäste später nach Kehrsiten fahren. Ich sehe schon halbleere Kurse. Ein anderthalbstunden-Takt hätte vollauf genügt, denn die "Titlis" war beileibe nicht immer voll, oft sogar fast leer. Ein neues 35 km/h Schiff ist sinnlos verschwendetes Geld.
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