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Jux-Kauf mit Konsequenzen Wenn statt eines Pakets die Polizei kommt

Jugendliche bestellen ohne kriminelle Absicht Messer, Elektroschocker oder ähnliche Waffen. Immer wieder handelt es sich dabei um Waffen, für die es eine Bewilligung braucht.

Legende: Audio Sich vor dem Bestellen unbedingt informieren abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
02:09 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 20.02.2019.

Die Bestellung in einem ausländischen Internetshop ist unkompliziert; wer sich jedoch das falsche Produkt ins Haus bestellt, kann schnell Besuch von der Polizei bekommen. «In diesem Jahr mussten wir bereits 30 Fälle verzeichnen, in denen Leute eine Waffe bestellten, ohne eine Bewilligung dafür zu haben», sagt der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri.

Eintrag ins Strafregister

Zu diesen verbotenen Waffen gehören etwa Schlagringe, Schreckschusswaffen oder Springmesser, also Messer, bei denen die Klinge mit einem Mechanismus geöffnet wird.

Die Konsequenzen sind happig: Die Geldstrafe kann inklusive Busse schnell bis zu 1000 Franken hoch sein, dazu kommt ein Eintrag ins Strafregister. «Dieser kann gerade bei Jugendlichen zu Problemen führen», sagt Burri, «etwa bei der Suche nach einer Lehrstelle». Dabei hätten die wenigsten Leute böse Absichten. «Wir wissen, dass viele Leute diese Waffen eher als Jux kaufen, damit also keine Straftat verüben wollen. Aber mit einer Softair-Gun an die Fasnacht zu wollen, ist definitiv keine gute Idee», sagt Oberstaatsanwalt Daniel Burri.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Koller (Mica)
    Man könnte bei diesem Thema ja auch die aktuelle Infobroschüre verlinken, welche aufzeigt was erlaubt ist und was nicht... So bekämpft man die Unwissenheit. https://www.fedpol.admin.ch/dam/data/fedpol/sicherheit/waffen/Broschüre/waffenbroschuere-d.pdf
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  • Kommentar von Walter Schelling (Waldo)
    Dieses Waffengesetz ist ein Witz und in dieser Form weltweit einmalig. Man schaue sich teils Gegenstände an. Wenn selbst eine Taschenlampe als Waffe betrachtet werden kann. Hallo. Und manch Schlagstock oder Kubota ist kaum gefährlicher als ein Stück Holz am Wegesrand. Klar, Schusswaffen, Schlagringe, Taser, ok - aber das. Und alle paar Monate ein Bericht, wie eng gefasst das ganze ist. Wenn selbst der SA keine kriminelle Absicht sieht, dann zeigt das doch: Revidieren und der Realität anpassen.
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  • Kommentar von Karl Müller (KaMü)
    Wenn ohne kriminelle Absicht, weshalb dann überhaupt bestellen?
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