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Kantonsspital Obwalden: Der Kanton schiesst Geld ein - aber das Parlament übt Kritik
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 05.12.2019.
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Kantonsspital Obwalden Spital erhält weniger Geld als gewünscht

9 Millionen Franken hatte das Leitungsgremium des Spitals in Sarnen gefordert - der Kanton tritt aber auf die Bremse.

Das Kantonsspital Obwalden erhält vom Kanton im kommenden Jahr 7,8 Millionen Franken: Das Kantonsparlament hat am Donnerstag zähneknirschend den Leistungsauftrag und den Spitalkredit genehmigt, mit 34 zu 3 Stimmen bei 15 Enthaltungen.

Der Betrag ist zur Sicherung des Standorts Sarnen und für gemeinwirtschaftliche Leistungen gedacht - also für Leistungen, die das Spital erbringt, die aber nicht durch die Krankenversicherungen abgegolten werden, zum Beispiel die Ausbildung von Assistenzärzten oder ambulante Eingriffe, die nicht kostendeckend sind.

Der Spitalrat wollte eigentlich mehr Geld

Der Beitrag des Kantons an das Spital liegt damit um eine Million Franken höher als im Jahr davor - aber tiefer, als der Spitalrat als Leitungsgremium des Spitals dies gefordert hatte. Er hatte eine Vergütung von insgesamt 9 Millionen Franken beantragt. Die Regierung war dazu aber nicht bereit und hat nun Rückendeckung vom Parlament erhalten.

Ohnehin hagelte es im Parlament Kritik am Spitalrat, und zwar von links bis rechts. Die jährlich wiederkehrenden Fehlbeträge des Spitals erinnerten ihn an den Film «Täglich grüsst das Murmeltier», sagte etwa Peter Lötscher von der SP. Es bleibe dem Parlament nichts anderes übrig, als immer wieder finanzielle Löcher zu stopfen. Der Spitalrat verstecke sich hinter einem zu umfassenden Leistungsauftrag.

Parlament fordert mehr Visionen und Transparenz

Auch Christian Limacher von der FDP forderte mehr Visionen der Spitalleitung. Die SVP monierte fehlende Transparenz: Hanspeter Wallimann forderte ein transparenteres Budget und einen Spitalrat, der die Geschäftsfelder mit Preisschildern aufzeige.

Rückendeckung gab es einzig von der CSP: Es sei nachvollziehbar, dass ein Spital von dieser Grösse keinen Gewinn abwerfen könne, sagte Regula Gerig. Die Spitalleitung bemühe sich darum, die Kosten im Griff zu halten.

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