Keine Sprachensonderregelung für reiche Ausländer im Kanton Zug

Im Kanton Zug gibt es im Gesetz definitiv keine Sonderregelung für reiche Ausländer, die kein Deutsch können. Der Kantonsrat hat am Donnerstag in zweiter Lesung entschieden, den Abschnitt über die Sprachanforderungen komplett zu streichen.

Ein Luftbild des Kantons Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Zug soll für reiche Ausländer bei der Sprachenregelung keine Ausnahme machen. Keystone

Die Zuger Regierung wollte eine Sonderregelung für reiche Ausländer schaffen, die mindestens 1 Million Franken Einkommen und 20 Millionen steuerbares Vermögen vorweisen.

Um sie als Steuerzahler zu erhalten, wollte die Regierung bei den Sprachkenntnissen ein Auge zudrücken: Reiche Investoren und Expats hätten die Bewilligung C auch ohne Deutschkenntnisse erhalten. Weniger Wohlhabende wären weiterhin zu Deutschkursen verpflichtet worden.

Sprachanforderungen komplett gestrichen

Angesichts der Reaktionen entschied der Rat bereits in der ersten Lesung, auf die Extrawurst zu verzichten. Dabei blieb es auch in der zweiten Lesung.

Jetzt gilt im Kanton Zug Bundesrecht. Dies lässt den Kantonen bei den Niederlassungsbewilligungen viel Freiheit.