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Lohngleichheit in Luzern Männer verdienen deutlich mehr als Frauen

Legende: Audio Grosse Unterschiede bei den Löhnen von Frauen und Männern abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
01:40 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 17.01.2019.

2016 verdienten Frauen in Luzerner Privatunternehmen im Mittel 5300 Franken pro Monat, Männer 6400 Franken, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Meldung von Lustat Statistik Luzern hervorgeht. Die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern seien teilweise mit Unterschieden bei lohnrelevanten Personen-, Arbeitsplatz- und Unternehmensmerkmalen begründbar, heisst es weiter.

So haben erwerbstätige Frauen beispielsweise tendenziell einen weniger hohen Bildungsabschluss, besetzen seltener eine Kaderstelle und arbeiten häufiger in Tieflohnbranchen als Männer. Zudem steigt der Lohn der Männer über einen längeren Zeitraum der beruflichen Karriere an.

Im Jahr 2016 liess sich rund die Hälfte der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern durch diese Faktoren erklären, schreibt Lustat. Die andere Hälfte ist laut Lustat unerklärbar und wird als «potenziell diskriminierend» bezeichnet.

Luzern unter dem Schweizer Mittel

2016 betrugt der Medianlohn der Beschäftigten in Luzerner Privatunternehmen 6000 Franken brutto pro Monat. Median bedeutet, dass die Hälfte der Löhne über diesem Wert liegt, die andere Hälfte darunter. Damit lag der Bruttomedianlohn im Kanton Luzern unter dem Schweizer Mittel von 6200 Franken. Werden die Löhne des öffentlichen Sektors mitberücksichtigt, lag der Bruttomedianlohn im Kanton Luzern bei 6200 Franken.

Seit der letzten Erhebung im Jahr 2014 veränderte sich im Kanton Luzern laut Lustat sowohl der monatliche Bruttolohn als auch die Differenz gegenüber dem Schweizer mittel kaum. Den tiefsten Bruttomedianlohn im Kanton zahlte das Gastgewerbe mit 4300 Franken pro Monat.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Wenn Männer nur Teilzeit arbeiten würden wie die meisten Frauen, wäre der Lohn auch niedriger!
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  • Kommentar von Jens Stadel (jena)
    Männer müssen deutlich öfter ins Militär als Frauen
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Vorallem jener Drittel, der keinen Schweizerpass hat...
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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    Auch selbstständig erwerbende Ärzte verdienen mehr als selbstständige Ärztinnen. Der Grund liegt nicht darin, dass ihr Lohn tiefer wäre sondern die Ärztinnen arbeiten öfter Teilzeit als die Ärzte. Weniger Arbeit, weniger Lohn, das war bisher logisch. Leider wird die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden nicht erfasst. Wo dies bei Arbeitnehmern erfolgt, und auch die Faktoren: Ausbildung, Erfahrung, Erwerbsunterbrüche etc. erfasst werden verschwinden die Lohndifferenzen gänzlich.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Jene, die diese Statistiken machen sind auch so intelligent, dass sie die Teilzeitarbeit und die Arbeitspausen/Unterbrüche berücksichtigen. Und nein auch nach Herausrechnen gibt es signifikante Unterschiede. Oder wie würden Sie die Unterschiede direkt ab Uni/Ausbildung sonst begründen. Da gibt es noch keine Babypause, noch keine angeblich so viel grössere Erfahrung etc.
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    2. Antwort von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
      "..verschwinden die Lohndifferenzen gänzlich." Können sie das irgendwie belegen? Ihre Betrachtung scheint mir hahnebüchern. Wenn der erste Satz stimmen täte, würde ich nur noch Ärztin wollen. Das wäre dann meine Schlussfolgerung, sie weniger gewinnmaximiert arbeitet und vielleicht auch mal eine Minute Zeit für ein Gespräch hat, dass sie nicht abrechnen kann. (Ohne dass ich sie ausnutzen möchte). In Gesprächen fallen nicht unoft wichtige Worte, beim Verabschieden oder kurz davor.
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    3. Antwort von Ramon Gfeller (RG)
      @Müller: Die Unterschiede direkt ab Uni? Schauen Sie mal die Geschlechterverteilung in den verschiedenen Studienrichtungen an. Math/Physik/Informatik/Psychologie/Geschichte/Sprachen.
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    4. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Gfeller: Es geht um gleicher Lohn für gleichwertig Arbeit. Die verschiedenen Berufe, resp. die verschiedenen Studienrichtungen sind in den Berechnungen längst berücksichtigt. Oder wie im Artikel formuliert: "Die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern seien teilweise mit Unterschieden bei lohnrelevanten Personen-, Arbeitsplatz- und Unternehmensmerkmalen begründbar, heisst es weiter."
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