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Zentralschweiz Luzern: Beat Züsli holt für SP Stadtpräsidium

Luzern hat erstmals einen linken Stadtpräsidenten: Beat Züsli, SP, hat den amtierenden Stadtpräsidenten Stefan Roth überholt. Stefan Roth aber bleibt Stadtrat: Er und die grünliberale Baudirektorin Manuela Jost haben die Wiederwahl geschafft. Die SVP bleibt ohne Sitz.

Legende: Video Luzern wählt einen linken Stadtpräsidenten abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.06.2016.

Zweiter Wahlsieg der Linken in Serie: Nachdem sie vor einem Monat bereits im Parlament zulegen konnten, hat der neu gewählte Stadtrat Beat Züsli, SP, nun auch noch das Stadtpräsidium geholt. Der amtierende Stadtpräsident Stefan Roth, CVP, schaffte es trotz Unterstützung von FDP und SVP nicht, seinen Posten zu verteidigen.

Der neue Stadtpräsident Beat Züsli ist 53 Jahre alt und von Beruf Architekt und Energieingenieur. Er politisierte bislang im städtischen und kantonalen Parlament. Er habe mit einem knappen Resultat gerechnet, sagte Züsli: «Umso mehr freut mich das deutliche Ergebnis.» In vielen Gesprächen habe er gespürt, dass die Leute einen Wechsel wollten. Seine Wahl sei auch eine Belohnung für die Politik der SP in den letzten Jahren.

Entsprechend feierte die SP am Sonntagabend ihren Stadtpräsidenten. Die Erwartungen an ihn sind hoch. Züsli selber nahm diese Ideen gelassen entgegen.Er ist sich aber bewusst, dass die konkreten Diskussionen künftig weniger locker sein werden, als an der Wahlfeier.

Stadtpräsidium Luzern: Zweiter Wahlgang


Stimmen
Beat Züsli, SP (gewählt)
12'650
Stefan Roth, CVP (nicht gewählt)9388
Rudolf Schweizer, parteilos (nicht gewählt)
655

Im Stadtrat bleibt alles beim Alten

Bei der Wahl der restlichen zwei Sitze in der Stadtregierung hingegen haben sich die Luzernerinnen und Luzerner für Konstanz ausgesprochen: Finanzdirektor Stefan Roth und Baudirektorin Manuela Jost haben die Wiederwahl geschafft. Ihr Konkurrent, SVP-Stadtpartei-Präsident Peter With, erreichte das Ziel, erstmals für die SVP einen Sitz zu erobern, klar nicht. Chancenlos blieb der parteilose Kandidat Rudolf Schweizer.

CVP und SVP zeigten sich enttäuscht. Die engagierte Arbeit Roths sei nicht honoriert worden, teilte die CVP mit; erklären kann sich die Partei den Wahlausgang nicht. Für die SVP sei die bürgerliche Seite nun noch mehr gefordert, in der nächsten Legislatur verstärkt zusammenzuarbeiten.

Stadtrat Luzern: Zweiter Wahlgang


Stimmen
Manuela Jost, GLP (gewählt)
14'182
Stefan Roth, CVP (gewählt)10'563
Peter With, SVP (nicht gewählt)
8270
Rudolf Schweizer, parteilos (nicht gewählt)
1782

Bereits im ersten Wahlgang gewählt worden waren Sozialdirektor Martin Merki (FDP), Umwelt- und Verkehrsdirektor Adrian Borgula (Grüne) und der neue Kandidat der SP, Beat Züsli. Damit hat sich nach dem zweiten Wahlgang an der parteipolitischen Zusammensetzung in der Luzerner Stadtregierung nichts geändert: SP, Grüne, Grünliberale, CVP und FDP haben je einen Sitz.

Juristisches Nachspiel möglich

Die Stadtpräsidentenwahl hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Schon bevor das offizielle Resultat vorlag, verkündete die SP über Twitter ihren Wahlsieg. Die Stadt kündigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda eine Untersuchung wegen möglicher Amtsgeheimnisverletzung an.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Unter meinen Bekannten waren wir auch deshalb für Beat Züsli, damit endlich mal das leidige Projekt „Salle Modulable“ mit 100 Mio. zusätzlichen Steuergeldern gestoppt wird. Es gibt wichtigeres zu tun: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Erhaltung und Gestaltung des „Inseli“ als Naherholungsraum, usw.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Unter meinen Bekannten waren wir auch deshalb für Beat Züsli, damit endlich mal das leidige Projekt „Salle Modulable“ mit 100 Mio. zusätzlichen Steuergeldern gestoppt wird. Es gibt wichtigeres zu tun: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Erhaltung und Gestaltung des „Inseli“ als Naherholungsraum, usw.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Unter meinen Bekannten waren wir auch deshalb für Beat Züsli, damit endlich mal das leidige Projekt „Salle Modulable“ mit 100 Mio. zusätzlichen Steuergeldern gestoppt wird. Es gibt wichtigeres zu tun: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Erhaltung und Gestaltung des „Inseli“ als Naherholungsraum, usw.
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