Luzerner Hausbesetzer erhalten Gnadenfrist

Nach zweiwöchiger Besetzung hat die Gruppe Gundula angekündigt, sie werde die Villa an der Obergrundstrasse in Luzern am Samstag verlassen. Der Besitzer der Liegenschaft hatte von den Aktivisten den Abzug gefordert. Die Staatsanwaltschaft gewährt den Hausbesetzern Fristverlängerung bis Samstag.

Villa Obergrundstrasse 99 in Luzern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gruppe Gundula will die Villa an der Obergrundstrasse am Samstag verlassen. Keystone

Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden böten Hand für eine einvernehmliche und friedliche Lösung für das Ende der Hausbesetzung, heisst es in der Mitteilung. Im Sinne der Verhältnismässigkeit werde die Frist verlängert. Zuvor führte sie Gespräche mit der Eigentümerin der Villa sowie einer Besetzerin. Eine erste Frist war am Mittwoch abgelaufen.

Polizeiliche Räumung ist angedroht

Halten die Aktivisten den neuen Termin nicht ein, so will die Staatsanwaltschaft das Haus «ohne weitere Diskussionen» räumen lassen. Die Behörde führt gegen die Hausbesetzer eine Strafuntersuchung wegen Hausfriedensbruchs.

Gruppe Gundula will Besetzung friedlich beenden

Die Besetzergruppe «Gundula» hatte bereits zuvor angekündigt, dass sie die Stadtluzerner Villa am Samstag verlassen wollen. Der Auszug signalisiere, dass sie an einer friedlichen Beendigung ohne polizeiliche Repression interessiert sei.