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Luzerner Stadtrat schlägt vor Autofreie Bahnhofstrasse neu mit unterirdischer Velostation

Geplant ist eine 100 Meter lange Halle mit 1100 Veloparkplätzen. Das ganze Projekt verzögert sich damit um fast 4 Jahre.

Visualisierung autofreie Bahnhofstrasse in der Stadt Luzern mit Kapellbrücke
Legende: Zukunftsvision: Die Luzerner Bahnhofstrasse soll ab 2023 autofrei werden. ZVG/ Stadt Luzern

2013 sprachen sich die Luzerner Stimmberechtigten dafür aus, dass die Bahnhofstrasse zwischen Bahnhof und Theater autofrei wird. Drei Jahre später folgte der nächste Schritt. Die Stadt entschied nach einem Projektierungswettbewerb, das Projekt «Take a walk on the bright side» zu realisieren.

Nun will der Stadtrat aber auch noch gleich das Problem der Veloparkplätze lösen. Denn auf der Bahnhofstrasse stehen heute schon mehrere hundert Velos zwischen den Bäumen. Und es kämen immer mehr dazu. Deshalb schlägt der Stadtrat nun vor, eine unterirdische Velostation zu bauen - mit direktem Zugang zur Bahnhofunterführung.

12'000 Franken pro Veloparkplatz

Der Bau der unterirdischen Velostation dürfte nach heutigem Planungsstand 13,5 Millionen Franken kosten, das heisst rund 12'000 Franken pro Veloparkplatz. Das Projekt wird vom Stadtparlament aber getrennt behandelt - dieses kann also auch entscheiden, dass nur die Bahnhofstrasse umgestaltet wird.

Auf jeden Fall dauert der ganze Prozess fast vier Jahre länger als vorgesehen. Grund dafür sind die vielen Leitungen im Untergrund. «Das Bauen im Untergrund ist komplexer als wir dachten. Das haben wir tatsächlich unterschätzt», sagt Stadtrat Adrian Borgula. Und das gelte auch, falls nur die Bahnhofstrasse umgestaltet würde. Denn die Leitungen sind auch im Weg, wenn man Bäume pflanzen will.

Unterirdische Velostationen gibt es schon in einigen Schweizer Städten. Einer, der sich mit solchen Bauten auskennt, ist der Mobiltätsberater Martin Wälti. Er betont, wie wichtig es sei, dass die Zufahrt zur Station und der Weg von der Station zu den Geleisen möglichst einfach gestaltet seien. «Bei Pendlern geht es manchmal um Sekunden, die entscheidend sind.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Joseph De Mol (Molensepp)
    Klar, den Velo- und Langsamverkehr fördern macht durchaus Sinn. Das ist aber noch lange kein Grund, das Kosten-/Nutzenprinzip völlig aus den Augen zu verlieren und nur noch in absolut gigantomanen Dimensionen zu planen! Liebe Stadtväter und Stadtmütter, da bleibt der gesunde Menschenverstand aber mächtig auf der Strecke! Wenn die Bauindustrie beim Musegghügel schon in die Röhre kuckt, muss man sie halt ennet der Reuss ranlassen! So läuft das.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Tja, obwohl schon ein Velounterstand bei der Uni besteht, will Luzern die Luxusvariante. 20 Millionen Franken soll dereinst das Ganze kosten. Aber ach ja, der NFA-Nehmerkanton kann es sich ja leisten. Wenn die Kasse leer ist, holt man einfach wieder. Die Geberkantone hingegen müssen schauen, dass die Kohle für das Minimste reicht und müssen immer mehr in den Almosentopf reinschmeissen. Solidaritätsakt vom Feinsten: Wer verschleudert, dem wird gegeben.
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    1. Antwort von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
      NFA: Ist doch kantonal. Hier geht es um die Stadt. Die Velostation hinter der Uni, die ich regelmässig benutze, ist für viele Bewohner der Stadt an einer denkbare ungünstigen Lage. Die Nutzung des bestehenden Verbindungstunnels von der Neustadt da hin, wäre ja vielleicht schon ein Verbesserung. Dei Stadt plant aber für eine Velozukunft, denn die Gegenwart ist trist. Alternative, gute Abstellmöglichkeiten - Fehlanzeige - Velos in der Reuss, gestohlene, beschädigte Fahrräder, Helme etc.. trist!
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