«Man wird keine Steine von den Hängen rollen sehen»

Die Schlacht am Morgarten jährt sich 2015 zum 700. Mal. Die Regierungen der Kantone Schwyz und Zug planen gemeinsam verschiedene Feierlichkeiten. Es sind ein Festspiel, ein Themenweg und eine Lichtinszenierung vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund drei Millionen Franken.

Exakt ein Jahr vor dem 700-Jahr-Jubiläum stellten die Verantwortlichen des Projekts «Morgarten - 700 Jahre Abenteuer Geschichte» in Sattel die Pläne den Medien vor.

«Die Feierlichkeiten sollen unbedingt nachhaltig sein und das Jubiläumsjahr überdauern», sagte André Rüegsegger, Präsident des Organisationskomitees und Schwyzer Regierungsrat.

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Die Schlacht am Morgarten

Die Schlacht am Morgarten

Die Schlacht am Morgarten fand am 15. November 1315 statt und galt lange als eines der wichtigsten Ereignisse der Gründungsgeschichte der Eidgenossenschaft. Die Eidgenossen überfielen zwischen dem Ägerisee und Sattel das habsburgische Heer und führten diesem eine vernichtende Niederlage zu.

Um die Schlacht den jüngsten Schweizern ins Gedächtnis zu rufen, wird ein neues Lehrmittel für Primar- und Sekundarklassen herausgegeben. Ab dem Frühling soll sich Interessierte zudem im Schlacht-Gebiet selbst informieren können. Im Mai öffnet in Sattel ein neues Informationszentrum seine Türen.

Historikerkongress und Sonderbriefmarke

Im Weiteren will ein neuer, eineinhalbstündiger Wanderpfad Aufschluss geben über die kriegerische Auseinandersetzung. Von einer geplanten Aussichtsplattform können sich die Besucher einen Überblick über das Schlachtgelände verschaffen.

Weiter finden ein Historikerkongress und ein grosses Volksfest statt. Auch eine Lichtinszenierung am Ägerisee und eine Sonderbriefmarke der Post sind in Planung.

«Keine Inszenierung der Schlacht»

Im Rahmen der Feierlichkeiten wird auch ein Festspiel aufgeführt. Unter der Regie von Annette Windlin machen beim Freilichtspiel rund 150 Personen mit. Es soll 18 Aufführungen geben beim Morgarten-Denkmal.

Es handle sich dabei nicht um eine Inszenierung der Schlacht, betonte Beat Villiger, Landammann des Kantons Zug.

Beat Villiger, André Rüegsegger und Projektleiter Edgar Gwerder (von links) informierten über das Projekt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Beat Villiger, André Rüegsegger und Projektleiter Edgar Gwerder (von links) informierten über das Projekt. SRF

«Man wird sicher keine Steine von den Hängen rollen sehen», so Villiger. Es gehe beim Festspiel vielmehr darum, was man aus den Ereignissen um 1315 für die Zukunft lernen könne.

Kostenpunkt des Projekts: rund drei Millionen Franken. Knapp zwei Millionen bezahlen die Kantone Schwyz und Zug aus dem Lotteriefonds. Das restliche Geld sollen Private beisteuern - Sponsoren und Spender.