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Luzerner Kriminalgericht Mutmassliche Hohenrain-Täter beschuldigen sich gegenseitig

2009 ist in Hohenrain im Kanton Luzern ein 24-jähriger Landwirtschaftspraktikant aus Brasilien nach einem Fest erstochen worden. Vor dem Luzerner Kriminalgericht streiten die drei Angeklagten die Tat ab und beschuldigen sich gegenseitig. Der Staatsanwalt beantragt Strafen bis zu zehn Jahren.

Blumen am Tatort
Legende: Blumen am Ort, wo der junge Mann 2009 auf offener Strasse niedergestochen wurde. Keystone

Alle drei Angeklagten streiten den tödlichen Messerstich ab und beschuldigen sich gegenseitig. Der Hauptbeschuldigte, den die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Tötung anklagt, weist die Schuld von sich. Die beiden anderen würden ihm die Tat in die Schuhe schieben wollen. Er habe am besagten Abend gar keine Waffe dabei gehabt.

Die beiden anderen klagt die Staatswanwaltschaft wegen (eventual-)vorsätzlicher Tötung und wegen Angriff an. Diese beiden gaben am Dienstag vor Gericht zu, sie hätten sich an der Gruppe Brasilianer «rächen» wollen. Einer der Brasilianer hätte einem von ihnen einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.

Niemanden umbringen wollen

Es sei «traurig», so der eine Angeklagte, dass es soweit gekommen sei. Es hätte bei der Schlägerei «bleiben sollen». Nach der Tat versuchten die Angeklagten, die Tat zu vertuschen. Sie wuschen das Auto, löschten Handy-Daten und entsorgten Kleidung. Einer der Angeklagten flüchtete in den Kosovo.

Der Prozess geht am Mittwoch und Donnerstag weiter mit der Anklage der Staatsanwaltschaft und den Plädoyers der Verteidigung. Wann das Urteil des Kriminalgerichts vorliegt, ist offen.

Streit am Barfestival

In der Tatnacht vom 8. August 2009 war der junge Brasilianer mit Landsleuten nach Mitternacht vom Barfestival in Hochdorf zu Fuss Richtung Hohenrain unterwegs. Dabei wurde die Gruppe von drei Männern mit Messern, Pfefferspray und Hammer angegriffen. Einer der drei fügte dem Landwirtschaftspraktikanten eine neun Zentimeter tiefe Wunde am Oberkörper zu, an der der junge Mann noch am Tatort verblutete.

Gemäss Anklageschrift hatte es zuvor am Festival zwei Tätlichkeiten zwischen den Brasilianern und aus dem Balkan stammenden Personen gegeben, an der die drei Beschuldigten aber nicht oder nur teilweise direkt beteiligt waren.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von P. Erni (PE)
    Ein sachlicher Zusammenhang zum obigen Artikel ist in Ihrem Kommentar nicht erkennbar.Dabei handelt es sich nämlich um eine Berichterstattung zu einem Strafverfahren, welches drei Einzelpersonen betrifft. Mit Bestimmtheit lassen sich aber keine Rückschlüsse auf ganze "Kulturen" ziehen. In Ihren restlichen Ausführungen lassen Sie den Bezug zum Thema umso mehr vermissen. Diese scheinen bloss Ausdruck einer generell feindlichen und undifferenzierten Haltung gegenüber gewissen Personen zu sein.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Ich bin ja kein Rassist. Doch ich frage mich schon, was solche "Kulturen" unserem Land bringen sollen? IV Anträge, Gefängnisse, Arbeistämter und Sozialstellen, alle werden überwiegend von Ausländern belagert. Soll das unser Land stärken? Im Gegenteil, WIR Schweizer müssen auch noch dafür büssen, dass unsere Politiker wahllos arme und ärmste ins Land holen. Wie blöd muss man da noch sein, um zu sehen das diese Rechnung nie aufgehen wird.
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