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Legende: Audio Robert Küng: «Wir erlauben uns die Einmischung zum Wohle der Bevölkerung.» abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
03:43 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 13.12.2018.
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Nach CH Media-Entscheid Luzerner Regierung sorgt sich um Zentralschweizer Optik

Grosse Besorgnis herrscht bei der Luzerner Kantonsregierung nach dem Entscheid von CH Media, die überregionalen Ressorts bis Mitte 2019 in Aarau zusammenzulegen. Sie fordert Zentralschweizer Knowhow für die neue Mantelredaktion.

Der Inland-, der Ausland- und der Wirtschaftsteil der Luzerner Zeitung und den Regionalausgaben werden künftig nicht mehr in Luzern produziert, sondern in Aarau. Diese Zusammenlegung der Ressorts hat das Unternehmen CH Media bekannt gegeben. Auf diesem Standortentscheid hat die Luzerner Regierung reagiert. Sie mache sich Sorgen, dass der Medienplatz Luzern deswegen geschwächt werde. «Die Luzerner Regierung ist grundsätzlich an zwei Sachen interessiert. Das ist erstens die politische Meinungsbildung und zweitens sind es die Arbeitsplätze.»

Die Luzerner Regierung ist an der politischen Meinungsbildung interessiert und will die Arbeitsplätze erhalten.
Autor: Robert KüngRegierungspräsident Luzern

Die Luzerner Regierung fordert, dass qualifizierte Zentralschweizer Journalistinnen und Journalisten auch am neuen Standort in Aarau eingebunden werden. So könne die Zentralschweizer Perspektive weiterhin in die Berichterstattung über nationale Angelegenheiten einfliessen.

Grundsätzlich sei die Medienpolitik Sache des Bundes, und die Regierung wolle sich auch nicht in die unternehmerischen Entscheide eines Unternehmens einmischen, sagt Robert Küng. «Es geht mehr um eine Sensibilisierung für eine ausgewogene Berichterstattung. Da wollen wir als Beeinflusser unsere Haltung mitgeben. Die Luzerner Regierung ist überzeugt, dass die Bevölkerung einen Mehrwert hat, wenn die Berichterstattung ausgewogen ist.»

Die Bevölkerung hat einen Mehrwert, wenn die Berichterstattung ausgewogen ist.
Autor: Robert KüngRegierungspräsident Luzern

CH Media, das drittgrösste private Medienhaus der Schweiz, beschäftigt derzeit rund 2200 Mitarbeitende – verteilt auf 1900 Vollzeitstellen. CH Media gab Mitte November bekannt, dass in den kommenden zwei Jahren 200 Vollzeitstellen gestrichen werden. Damit möchte das Medienunternehmen nach eigenen Angaben die Kosten um 10 Prozent oder 45 Millionen Franken reduzieren.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler (Stefan Gisler)
    Unterstützt lokale und regionale Printmedien. Wer heute eine Luzerner, Bssler, Berner oder Urnerzeitung anschaut hat nur erbärmlichen lokalen Inhalt. Einheitsbrei der überall gleich daherkommt ohne lokale Identifikation, nur copy-paste Journalismus, bis auf den Pseudo-Zeitungsnamen die was vorlügen.
    Urner Wochenblatt oder ähnlichee Zeitungen in anderen Regionen vermitteln lokalen Inhalt, auch online.
    Also los weg von den grossen Verlagen und Zeitungen, zurück zu denwahren lokslen Medien.
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  • Kommentar von Heinz Moll (sempervivus)
    450 Millionen Personalkosten geteilt durch 1900 Vollzeitstellen ergeben einen Durchschnitt von 236 842 (vermutlich inklusive Sozialabgaben) pro Beschäftigten. Ich bezweifle die Richtigkeit dieser Zahlen. Der Journalismus in der Schweiz gehört seit langem zu den Tieflohnsektoren. Einzige Ausnahme: SRF.
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