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Nachfolge Schneider-Ammann Hans Wicki kandidiert

Legende: Video Hans Wicki zu den Gründen für seine Kandidatur abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.10.2018.
  • Der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki will Bundesrat werden.
  • Der 54-Jährige hat seine Kandidatur für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann bekannt gegeben.
  • Bereits zuvor ihre Kandidatur für die FDP angemeldet hat die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter.

Wicki habe der Nidwaldner Kantonalpartei mitgeteilt, dass er für die Ersatzwahl kandidiere, sagte der Nidwaldner FDP-Präsident Stefan Bosshard in Stans vor den Medien. Er sei überzeugt, dass Wicki am 23. Oktober nominiert werde an einer ausserordentlichen Nominationsversammlung der FDP Nidwalden.

Die Zentralschweiz sei gravierend untervertreten im Bundesrat, es könnten sogar zwei aus der Region gewählt werden; der Anspruch der Urschweiz sei gerechtfertigt.

Keine Alibikandidatur

Der Nidwaldner FDP-Bundesratskandidat Hans Wicki sieht sich nicht als Alibikandidat neben Karin Keller-Sutter. Seine Kandidatur sei ernst gemeint. Am Anfang des Erfolgs stehe das Risiko, sagte er am Mittwoch vor den Medien.

Er sei überzeugt, dass mit Keller-Sutter und ihm zwei Kandidaten zur Verfügung stehen, die das nötige Rüstzeug für den Bundesrat haben. Wicki sagte, er habe politische und unternehmerische Erfahrung und ein klar liberales Profil.

Weiter sagte er, es gebe einen Anspruch der Frauen, aber auch der Regionen. Die vereinigte Bundesversammlung müsse diese Ansprüche bei der Wahl gewichten.

Erster Nidwaldner Bundesrat?

Würde Wicki in die Landesregierung gewählt, wäre er der erste Bundesrat, der aus dem Kanton Nidwalden stammt. Dazu kommt, dass die Zentralschweiz wie die Ostschweiz eine Vertretung im Bundesrat fordert. Letzter Zentralschweizer Bundesrat war Kaspar Villiger (FDP), der das Amt von 1989 bis 2003 inne hatte.

Wicki ist ein Mann der Wirtschaft, er hat aber auch politische Exekutiverfahrung. Er war unter anderem Börsenhändler und arbeitete als Geschäftsführer und Verwaltungsrat.

Seit 2016 präsidiert er die Branchenorganisation Bauenschweiz. Wicki war von 2010 bis 2016 Baudirektor des Kantons Nidwalden, seit Ende 2015 ist er Ständerat. Wicki wohnt in Hergiswil. Er ist mit der ehemaligen Skirennfahrerin Monika Hess verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Nominiert wird am 16. November

Die Kantonalparteien der FDP können bis am 24. Oktober die Kandidaturen melden. Nominiert wird dann am 16. November durch die Fraktion. Am 5. Dezember finden schliesslich die Ersatzwahlen in den Bundesrat statt.

An jenem Mittwoch wird auch die Nachfolge der ebenfalls zurücktretenden Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) durch die Bundesversammlung bestimmt. Interesse für dieses Amt hat ebenfalls ein Zentralschweizer angemeldet: der Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Die Ostschweiz braucht beileibe nicht schon wieder einen Bundesrat. Jetzt ist die Zentralschweiz nach 15 Jahren wieder mal an der Reihe. Ich weiss nicht, ob Hans Wicki ein anpassungsfähiger Bundesrat wäre. Aber da wäre ja noch der Zuger Anwärter, Peter Hegglin. Anlässlich der Gesamterneuerungswahlen 2019 würde ich gerne den Nidwaldner SVP Regierungsrat Res Schmid als Bundesratskandidaten sehen. .
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Bei dieser Ersatzwahl haben die CVP und FDP Anspruch auf einen Bundesrats-Sitz und nicht die SVP! Wenn Ueli Maurer tatsächlich nach Ende der Legislatur auch in Pension geht, könnte ich Ihren Vorschlag, Frau Zelger, auch unterstützen! Dann wäre neben der Ostschweiz (mit Frau Keller-Sutter) die Innerschweiz auch im Bundesrat vertreten !
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Die Region ist "Zweitrangig" als BR soll in "Ersterlinie die Schweiz vertreten werden"!
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      jeani ein frommer Wunsch wenn man die heutige Situation und Gesinnung im Bundesrat beobachtet.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Hans Wicki wirkt mit dieser Kandidatur des treu ergebenen Parteisoldaten wie ein Pfadfinder der bei einer Mutprobe das kürzeste Stöckchen gezogen hat und jetzt das ganze über sich ergehen lassen muss-aus Parteiraison notabene. Das er sich nur als Stabilisator zur soliden Wahl von KKS aufstellt, sollte ihm von der FDP-Parteiführung üppig mit Ämtern und einem Karrieresprung bei den Freisinnigen honoriert werden-davon könnte man ausgehen!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Heim, welchen Karrieresprung könnte ein ehemaliger Regierungsrat und aktueller Ständerat denn noch machen, ausser demjenigen in den Bundesrat? Die politische Karriereleiter hätte für Hans Wicki wirklich nur noch diese eine höhere Sprosse. Bei einer Nichtwahl könnte ihm deshalb die FDP nicht weiter nach oben verhelfen.
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