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Rennen um Nachfolge Leuthards Die grosse Chance für Peter Hegglin?

Seit 2003 sitzt kein Zentralschweizer mehr in der Landesregierung. Lange genug, findet CVP-Ständerat Konrad Graber.

Legende: Audio Hegglin in den Bundesrat? – Zentralschweiz wäre am Zug abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
01:49 min, aus HeuteMorgen vom 15.10.2018.

2003 trat der Luzerner Kaspar Villiger aus dem Bundesrat zurück. Seither ist die Zentralschweiz in der Landesregierung nicht mehr vertreten. Mit ein Grund dafür dürfte sein, dass sich in dieser Zeit die Parteienverteilung im Bundesrat änderte. Die CVP büsste einen Sitz ein.

«Wenn eine Partei, die doch sehr stark ist in der Zentralschweiz, nur noch einen Sitz hat und dieser Sitz besetzt ist, gibt es entsprechend auch weniger Möglichkeiten», sagt Konrad Graber. Der CVP-Ständerat, der erst kürzlich seinen Rückzug aus der Politik ankündigte, wurde zuvor häufig als möglicher Bundesratsanwärter gehandelt. Doris Leuthard, seit 2006 im Amt, stand also in gewisser Weise der Zentralschweiz im Weg.

Alt Bundesrat Kaspar Villiger
Legende: Kaspar Villiger war der letzte Zentralschweizer Bundesrat (Bild: bei seiner Vereidigung als Nationalrat im Jahr 1982) Keystone

Ost- oder Zentralschweiz am Zug?

Fast ebenso stark wie die CVP wären in der Zentralschweiz aber auch FDP und SVP. Doch andere Regionen hätten eben auch ihre Ansprüche, sagt Graber: «In der Vergangenheit waren es vor allem auch die Westschweiz und das Tessin, die ihre Ansprüche geltend gemacht haben. Jetzt ist sicher die Ost- und die Zentralschweiz wieder im Fokus.»

Jetzt ist sicher die Ost- und die Zentralschweiz wieder im Fokus.
Autor: Konrad GraberStänderat CVP/LU
CVP-Ständerat Konrad Graber
Legende: Konrad Graber sieht die Zeit für den nächsten Zentralschweizer Bundesrat gekommen. Keystone

Die Kandidatur des Zuger Ständerats Peter Hegglin komme da genau richtig. Denn: Es gebe schon Themen, bei denen der Einfluss der Regionen wichtig sei. Graber nennt als Beispiel das Projekt einer unterirdischen Bahnlinie in Luzern, den sogenannten Durchgangsbahnhof, mit dem es aus seiner Sicht zu langsam vorwärts geht. «Wenn die Zentralschweiz früher im Bundesrat vertreten gewesen wäre, könnte ich mir vorstellen, dass hier die Möglichkeit bestanden hätte, früher auch einen Akzent zu setzen.»

Er jedenfalls werde sich dafür einsetzen, dass die Zentralschweiz nach 15 Jahren Bundesrats-Absenz zumindest wieder in die engere Auswahl komme.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
    Ich muss es leider nochmals sagen,,,, für mich ist weder ein Mann noch eine Frau der CVP wählbar. Für diese Politiker gibt es nur die Familien Singles und Alte existieren für die nicht und so einseitige Politiker, welche auch noch zu den Abzockern gehören, sind nun einfach nicht wählbar. Ich hoffe, dass die CVP noch mehr Stimmen verliert bei den Nationalratswahlen damit vielleicht andere Parteien zum Zug kommen.
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser (jeani)
      Genau Frau Eberhard die "Alten" werden noch die grösste Herausforderung für die Schweiz! Vermutlich muss da noch ein separater "Alltagsrythmus" geschaffen werden weil genau diese Gruppe schon heute nicht mehr mitkommt!
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Wie man leicht erkennen kann/muss , wird so von den bürgerlichen Kräften im Hintergrund (graue Eminenzen) der Kandidat für den Bundesrat „in Position gebracht“. - Wenn Hegglin nicht kneift oder gar noch ein kleiner Skandal zum Vorschein kommt, wird er‘s wohl so ins Siebnergremium schaffen.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Lieber nicht! Angesichts der vielen Ämter, welche Herr Hegglin schon bekleidet hat, ist die Gefahr gross, dass er als Bundesrat nicht immer unabhängig entscheiden würde. Und da er meint, es sei schwer, in die Fussstapfen von Frau Leuthard zu treten, soll er es ohnehin besser lassen.
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    1. Antwort von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
      Herr Fürer wie recht Sie haben,
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      H.Fürer diese Aemtli von Hr. Hegglin sind das kleinste Uebel davon hatte jeder Bundesrat einige bevor er gewählt wurde die kann er abgeben,was viel mehr zu denken gibt bei vielen (den meisten) Politikern ist der Lobbyismus der erpressbar macht.
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