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«Luxustempel» oder «einfach und zweckmässig»? Die Stimmen aus dem Parlament zur neuen Durchgangsstation Steinhausen.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 29.08.2019.
abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
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Neubau statt Sanierung Zug will neues Asylzentrum in Steinhausen

Der Kantonsrat sagt Ja zur Planung eines Neubaus mit mehr Platz. Nur die SVP spricht von einem «Prunkbau».

Die heutige Durchgangsstation für Asylsuchende in Steinhausen soll durch einen Neubau ersetzt werden: Das Zuger Kantonsparlament hat sich am Donnerstag in erster Lesung hinter die Planungskosten von maximal 1.8 Millionen Franken gestellt.

Anlage ist am «Lebensende»

Das Parlament folgte damit der Regierung. «Die 28 Jahre alte Durchgangsstation hat ausgedient, sie ist am Lebensende», sagte Regierungsrat Andreas Hostettler, Vorsteher der Direktion des Innern. Und sein Regierungskollege, Baudirektor Florian Weber, betonte, mit einer Sanierung würde man «gutes Geld in schlechte Substanz» stecken.

Gegner des Neubaus chancenlos

Der Rat war sich einig, dass ein Neubau die sinnvollste Variante ist. Einzig die SVP sträubte sich dagegen – sie sprach von einem «Prunkbau» und von «Luxusbetreuung». Ihr Antrag auf Nichteintreten scheiterte aber deutlich mit 18 zu 58 Stimmen.

Der Ersatzneubau für die heutige Anlage soll rund 150 Asylsuchenden Platz bieten (heute 88 Plätze) und Ende 2024 bezugsbereit sein. Die Baukosten werden auf rund 15.6 Millionen Franken geschätzt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Arthur Häberli  (Arthur Häberli)
    Man stelle sich die SVP vor, wenn der Neubau, mit ihrer Beteiligung, nicht durch die Abstimmung bewilligt worden wäre. Ihr Klientel, die Baubranche hätte ihnen die Ohren lang gezogen. Mit dem komfortablen, voraussehbaren Abstimmungsresultat, lässt sich leicht ein wenig herumpöbeln und Stimmung machen. Ach wie wäre es langweilig ohne diese ewig gestrige Langweilerpartei.
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