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Ohne Durchfahrtsmöglichkeit Neue Variante für unterirdische Veloparkplätze in Luzern

Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Kredit für die Realisierung von 800 Veloparkplätzen im ehemaligen Posttunnel.

Das Stadtparlament hatte vor einem Jahr eine Vorlage der Stadtregierung zur Verwendung des seit 2007 inaktiven Posttunnels unter dem Luzerner Bahnhof. Hauptstreitpunkt waren die Zugänge zum Tunnel und die fehlende befahrbare Verbindung.

Am Dienstag präsentierte der Stadtrat nun einen neuen Vorschlag. Von drei möglichen Varianten bevorzugt er jene Variante, bei der «zugunsten von Veloparkplätzen» auf die vom Parlament gewünschte Durchfahrtsmöglichkeit erneut verzichtet wird.

Stattdessen will er im Tunnel beidseitig doppelstöckige Veloparkplätze anordnen – um die Abstellplatz-Situation westlich des Bahnhofs zu entlasten. Der Stadtrat geht von insgesamt 800 Plätzen aus, das sind 270 zusätzliche Parkplätze für Velos.

Neue Zufahrtsrampe als «Vorinvestition»

Die Erschliessung von der Habsburgerstrasse soll als Zufahrt ausgebaut werden. Dafür soll die vorhandene Wendeltreppe mit Lift rückgebaut und durch eine neue Rampe mit Treppe und Lift ersetzt werden. Auf der anderen Seite sind keine Anpassungen vorgesehen. Die Realisierungskosten für diese Variante belaufen sich auf 7,48 Millionen Franken. Die Planungskosten von 1,27 Millionen Franken beantragt die Stadtregierung nun dem Parlament.

Der Velotunnel und der gewünschte Durchgangsbahnhof in Luzern kommen sich allerdings in die Quere. Falls – frühestens ab 2035 – mit den Arbeiten zum Bahnhofsausbau begonnen wird, müsste der Velotunnel wieder geschlossen werden. Die von ihm vorgeschlagene Variante weise das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aus, ist der Stadtrat überzeugt.

Die geplante Rampe lasse sich mit geringen Anpassungen auch für einen Durchgangsbahnhof nutzen. Die Kosten können, gemäss Stadtrat, deshalb als «Vorinvestition» betrachtet werden.

Aktionspläne für Fuss- und Veloverkehr

Ebenfalls am Dienstag präsentierte der Stadtrat den Aktionsplan Fuss- und Veloverkehr. Die beiden Pläne enthalten zusammen rund 40 Massnahmen.

Die Auswahl der Massnahmen entspricht der Mobilitätsstrategie und ist damit in Abstimmung mit dem Raumentwicklungskonzept 2018 vorgegeben. Der Stadtrat beantragt nur Kredite für Massnahmen der ersten Priorität.

1,2 Millionen Franken sind für Massnahmen im Bereich Fussverkehr vorgesehen, für den Bereich Veloverkehr Massnahmen in der Höhe von 2,15 Millionen Franken.

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