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Hat die SVP Schwyz ein Rechtsextremen-Problem?
Aus Schweiz aktuell vom 12.12.2019.
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«Onkel Dolf»-Kommentar Hat die SVP Schwyz ein Rechtsextremen-Problem?

Ein Facebook-Eintrag eines Mitglieds bringt die SVP Schwyz in die Schlagzeilen. Die Ortspartei will das Vorstandsmitglied nicht ausschliessen.

«Das einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf»: Dieser Facebook-Kommentar des Vizepräsidenten der SVP Wägital stürzt die SVP Schwyz in einen Konflikt. Kantonalpräsident Roland Lutz machte an der gestrigen Generalversammlung der SVP Schwyz klar, dass er Personen mit rechtsextremem Gedankengut nicht in der Partei dulde. «Wir wollen euch nicht in der Partei», sagte er. Dafür erhielt er Applaus von den Delegierten.

«Keine strafrechtlich relevanten Aussagen»

Anders beurteilt die Ortssektion Wägital die Lage. Der Verfasser des umstrittenen Kommentars ist hier Vizepräsident. Mitglieder ausschliessen kann gemäss Statuten nur die Ortspartei, und das will sie in diesem Fall nicht. Präsident Bernhard Diethelm schreibt in einer Medienmitteilung, der Vizepräsident sei Opfer einer Medienhetze geworden. «Es liegen keine strafrechtlichen Aussagen und Tatbestände vor, welche ihn in irgendwelcher Art und Weise im Zusammenhang mit ‹Nazi-Ideologien› belasten würden.»

Das einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf.
Autor: Facebook-KommentarVizepräsident SVP-Ortssektion Wägital

Ein Gespräch mit dem Verfasser habe gezeigt, dass er sich weder einen neuen Hitler nach Deutschland wünsche und sich schon gar nicht mit dem Dritten Reich, deren Protagonisten und Idealen in seiner persönlichen und politischen Haltung identifiziere.

Schon mehrere Vorfälle

Ausschliessen oder nicht? Die SVP Schwyz stolperte bereits mehrmals über Mitglieder mit rechtsextremem Hintergrund. So hat ein SVP-Mitglied im Frühling am Rande einer Demonstration einen Anhänger der Kundgebung «Für ein buntes Schwyz» mit Pfefferspray attackiert. Der Mann ist mittlerweile aus der SVP ausgetreten.

Die Partei fällt immer erst Entscheide, wenn Druck aus der Öffentlichkeit da ist.
Autor: Hans StutzExperte Rechtsextremismus

Hans Stutz ist langjähriger Beobachter der rechtsextremen Szene. Für ihn hat die Partei ein Dilemma. «Die SVP duldet rechts von sich keine andere politische Partei. Damit ist sie offen für Leute vom rechten Rand.» Die SVP wisse aber auch, dass extreme Haltungen nicht tragbar seien. «So fällt die Partei immer erst Entscheide, wenn Druck aus der Öffentlichkeit da ist.»

In der Region Ausserschwyz seien in den letzten Jahren wieder einige Aktivitäten von Neonazis zu beobachten. Ein eigentlicher Hort sei der Kanton Schwyz aber nicht, so Szenekenner Stutz.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Hat die SVP ein Problem? Hat sie es oder ist sie? Das ist hier die Frage.
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  • Kommentar von Friedrich Stowasser  (H.B.)
    Kein neuer Hitler und kein neues 3.Reich will der Verfasser gemeint haben... wen den? Wohl einen neuen Ogi vielleicht?

    Die Haltung der SVP ist m.E. sehr fragwürdig. Es wäre dringend notwendig, dass die SVP wie eine Regiergungspartei agieren würde und sich klar von gewissen individuen trennt und in aller Form distanziert. Das Aufrechterhalten dieser unnützen Grauzone ist äusserst gefählich. die AFD ist wohl das beste Beispiel dafür.
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  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    'Das einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf.' - Sorry, liebe SVP Anhänger, aber bei diesem Statement gibt es rein gar nichts zu 'interpretieren' - wer sowas noch verteidigt oder schönredet steht selber mit beiden Beinen schon ziemlich im braunen Sumpf. Gruusig....
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