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Legende: Audio Präsident Erwin Hofstetter: «Das Vereinsvermögen ist praktisch aufgebraucht und wir sind nicht mehr in der Lage die Kosten zu tragen» abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 14.08.2019.
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Prekäre finanzielle Situation Luzerner Therapie-Institut IHP stellt Betrieb ein

Der Verein IHP kämpft seit längerem mit finanziellen Problemen und kann die Löhne künftig nicht mehr bezahlen.

Das Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie (IHP) Luzern stellt Ende August den Betrieb ein. Der Hauptgrund dafür sei die finanzielle Situation, sagt Erwin Hofstetter, Präsident des Vereins IHP: «Wir haben bereits an der Mitgliederversammlung im Frühling darauf hingewiesen.» Das Vereinsvermögen sei in den letzten zehn Jahren, trotz Umstrukturierungen, geschrumpft.

Der Verein IHP Luzern ist in grossen finanziellen Schwierigkeiten.
Autor: Erwin HofstetterPräsident Verein IHP Luzern

Trotz grosser Nachfrage kämpfe das Institut seit langem mit finanziellen Sorgen. Es sei dem Verein nicht mehr möglich, künftig die Löhne zu bezahlen, sagte Präsident Erwin Hofstetter auf Anfrage.

Finanzierung durch Mitgliederbeiträge und Spenden

Das IHP habe sich schon immer auch mit Spendengeldern finanziert. Das Umfeld sei aber schwieriger geworden: Stiftungen, die früher grosszügiger Gelder gesprochen hätten, seien heute zurückhaltender geworden. «Auch bei der öffentlichen Hand sind die Türen nicht mehr so offen in Bezug auf die Finanzen», sagt Hofstetter. Der Kanton und die Gemeinden müssten Sparvorgaben einhalten.

Auch bei der öffentlichen Hand sind die Türen nicht mehr so offen in Bezug auf die Finanzen
Autor: Erwin HofstetterPräsident Verein IHP Luzern

Die Institution existiert seit 1932. Sie ist ein psychotherapeutisches Kompetenzzentrum in der Zentralschweiz. Das IHP bietet Beratung und Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Weiterbildung für Fachpersonen.

Krankenkassen zahlen nur teilweise

Das Angebot ergänzt die staatlichen Einrichtungen. Behandlungskosten werden nicht immer oder nur teilweise von der Krankenkasse, Opferhilfe oder der IV übernommen. Zehn Therapeutinnen und Therapeuten sowie zwei Personen auf dem Sekretariat arbeiten für das IHP, das unter anderem auf Traumatherapie spezialisiert ist.

Das IHP Luzern ist als Verein organisiert. Über dessen Zukunft entscheidet der Vorstand im Herbst. In den Bereichen Therapie und Weiterbildung seien Folgeangebote von einigen Therapeutinnen geplant.

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