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Legende: Audio Wie begründet Spiess-Hegglin ihre Forderungen - wie reagiert Ringier? abspielen. Laufzeit 05:12 Minuten.
05:12 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 10.04.2019.
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Privatsphäre verletzt? Spiess-Hegglin verlangt vom «Blick» Entschuldigung

  • Das Zuger Kantonsgericht muss entscheiden, ob der «Blick» 2014 die Persönlichkeit der Ex-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin verletzt hat.
  • Spiess-Hegglin will, dass sich der «Blick» auf der Frontseite bei ihr entschuldigt. Das Blatt habe 2014 ihre Privatsphäre verletzt, weshalb sie bis heute stigmatisiert sei, erklärte ihre Anwältin.
  • Ringier weist die Vorwürfe zurück.

Der Anwalt des Ringier-Konzerns, der den «Blick» herausgibt, beantragte, die Klage von Spiess-Hegglin abzuweisen. «Blick» habe damals korrekt über ein politisch und gesellschaftlich relevantes Ereignis berichtet und keine Persönlichkeitsverletzung begangen.

Legende: Video Spiess-Hegglin vs. Ringier AG abspielen. Laufzeit 04:40 Minuten.
Aus 10vor10 vom 09.04.2019.

Beim Prozess geht es um einen Artikel, den der «Blick» am 24. Dezember 2014 publiziert hatte. In diesem zeigte das Boulevardblatt mit Namen und Bild die damaligen Zuger Kantonsratsmitglieder Spiess-Hegglin (Grüne) und Markus Hürlimann (SVP) und titelte: «Sex-Skandal um SVP-Politiker: Hat er sie geschändet?»

Auf diesen Artikel folgten im «Blick» und weiteren Medien Dutzende Artikel zu dem, was an der Zuger Landammannfeier zwischen Spiess-Hegglin und Hürlimann vorgefallen sein könnte. Was genau passiert war, wurde juristisch nie aufgeklärt. Zahlreiche «Blick»-Artikel sind inzwischen aus der Schweizer Mediendatenbank SMD gelöscht worden.

Das Urteil des Kantonsgerichts dürfte in rund zwei Monaten vorliegen.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Eine Frau und Mutter,die sich nach ein paar Gläsern Schampus der Lust hingibt,
    ebenso der damalige Sexpartner,hat kein Recht zu jammern.Man muss kein
    Moralist sein,um das unterste Schublade zu finden.Dass sich der Boulevard darauf stürzt,ist dessen Aufgabe,auch wenn das widerlich ist.Wie fassten das eigentlich
    Spiess' Kinder und deren Mann auf?
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  • Kommentar von Susanne Saam (Biennoise)
    Erstaunlich: wenn sich eine Frau gegen die Verletzung der Privatsphäre durch die Medien wehrt, wird sie abgestraft. Öffentlich. Wenn sich Schawinski in einem Fernseh-Talk auf den Schlips getreten fühlt, telefoniert er dem Arbeitgeber der Frau, von der er sich auf den Schlips getreten fühlt und dieser entlässt besagte Frau. Ich rede von Salome Balthus, die so ihre Kolumne in der WELT verloren hat. Das nenne ich patriarchale Strukturen.
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    1. Antwort von markus kohler (nonickname)
      Frau Spiess-Hegglin wehrte sich vorerst gar nicht gegen die immense Medienpräsenz und das Ganze sah nach einer Vorverurteilung von Herrn Hürlimann aus. Die Strafverfolgungsbehörden liessen sich nicht beeindrucken, ermittelten und die Spiess-Hegglins Behauptungen wurden nie bewiesen. Frau Spiess ist damit nicht als Opfer eines Deliktes zu betrachten und warum sie nun wieder eine mögliche, persönliche "Frontalkollision" provozieren will ist unverständlich.
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    SRF soll sich schämen, jede Pointe dieser unsäglichen privaten Affäre bis heute immer gleich der Öffentlichkeit vorzutragen, als ob das einen noch interessieren könnte.
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