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Die Axenstrasse bleibt mehrere Wochen gesperrt
Aus Schweiz aktuell vom 03.10.2019.
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Problemfall Axenstrasse Eine Lösung ist nicht in Sicht

  • Nach dem Murgang auf der Axenstrasse bei Sisikon ist nun das Ausmass des Schadens bekannt.
  • Mehrere 1000 Kubikmeter Gesteinsmassen haben die Fangnetze teilweise beschädigt. Dies teilt das Bundesamt für Strassen Astra mit.
  • Zurzeit kann nicht gesagt werden, wann die Strasse wieder befahrbar ist. Die Sperrung dauert jedoch sicher mehrere Wochen, da Experten vor weiteren Murgängen warnen.
  • Es ist bereits die dritte Sperrung wegen Steinschlägen in den letzten 11 Monaten. Mit dem Grossprojekt «Neue Axenstrasse» ist zwar Entlastung in Sicht, doch das Projekt ist noch immer durch Einsprachen blockiert.

Die Axenstrasse ist umgehend dank Überwachungs- und Alarmsystemen gesperrt worden. Personen sind keine zu Schaden gekommen. Doch die Murgänge beschädigten einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze. Nicht beschädigt wurde die Strasseninfrastruktur.

Erste Helikopterflüge der Spezialisten vom Bundesamt für Strassen Astra haben heute Morgen stattgefunden. Aufgrund der aktuellen Gefahrensituation bleibt die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfswinkel bis auf weiteres gesperrt. Durch die aktuelle Wetterlage könnten weitere Steinschläge und Murgänge nicht ausgeschlossen werden. Wann die Strasse wieder geöffnet werden kann ist deshalb noch offen.

Milliardenprojekt durch Einsprachen blockiert

Der Murgang verursacht bereits die dritte längere Sperre der Axenstrasse in den letzten 11 Monaten. Eigentlich liegt nach jahrzehntelanger Planung der Kantone Uri und Schwyz ein Projekt auf dem Tisch. Eine neue Axenstrasse im Berg soll die heutige Route entlasten. Sperrungen durch Steinschläge und Murgänge dürften so für den Durchgangsverkehr mit rund 16'000 Fahrzeugen täglich hinfällig werden.

Wenn wir hier mehr Verkehr durchlassen, dann haben wir auch am Gotthard mehr Verkehr und müssen dort dann auch wieder mehr ausbauen.
Autor: Alf ArnoldGründungspräsident VCS-Sektion Uri

Das 1.2 Milliarden teure Projekt ist aber durch Einsprachen blockiert. Die Alpeninitiative, der Verkehrs-Club Schweiz und die Ärzte für Umwelt befürchten eine Kapazitätserhöhung. «Das widerspricht dem Anliegen des Alpenschutzes. Wenn wir hier mehr Verkehr durchlassen, dann haben wir auch am Gotthard mehr Verkehr und müssen dort dann auch wieder mehr ausbauen», sagte Alf Arnold vom VCS Uri vor wenigen Wochen bei «Schweiz Aktuell».

Es ist eine Ohnmacht hier im Dorf. Über Jahrzehnte wird vertröstet und verzögert, wir hören alle möglichen Argumente aber es geht einfach nicht vorwärts.
Autor: Timotheus AbeggGemeindepräsident Sisikon

Der Baudirektor des Kantons Schwyz äusserte sich dazu und dementierte einen Ausbau der Kapazitäten. «Es bleibt eine Reststrecke, welche wirklich nicht erweitert wird und es gibt eine flankierende Massnahme auf der alten Axenstrasse», sagte damals Othmar Reichmuth.

Es geht nicht vorwärts

Besonders betroffen von diesen Verzögerungen ist das Dorf Sisikon, das unter den Sperrungen und dem hohen Verkehrsaufkommen leidet. Gemeindepräsident Timotheus Abegg sagte dazu: «Es ist eine Ohnmacht hier im Dorf. Über Jahrzehnte wird vertröstet und verzögert, wir hören alle möglichen Argumente aber es geht einfach nicht vorwärts».

Aktuell liegt das Projekt beim UVEK (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation), das sich nun mit den Einsprachen befasst. Auch wenn es zu einer Einigung kommt, wird es nochmals rund zehn Jahre dauern, bis die neue Strasse fertig gebaut wäre.

Sendebezug: Regionaljournal Zentralschweiz, 06:30; srf/schm

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Es kann einfach nicht wahr sein dass in
    Der heutigen Zeit eine Gruppe von
    Ewiggestrigen die Halbe Schweiz terrorisiert ich bin auch für Schutz der Alpen aber was hier passiert ist genau so ein ein Schildbürgerstreich
    Wie die zweite Gotthardrohre zwei
    Mal Zweispurig aber je nur eine Spur darf benutzt werden
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  • Kommentar von Karl Müller  (KaMü)
    All diese Mehrkilometer durch Umleitung über Luzern und die N2 sind wohl kaum gut für die Umwelt und den Alpenschutz.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    All die sturen und vehementen Einsprecher(innen) gegen die geplante Tunnel-Lösung, sollten eigentlich für diese wochenlangen Sperrungen der wichtigen Strasse Richtung Tessin/Italien belangt werden dürfen! Dass es bis jetzt nicht Tote gegeben hat, ist ein reines Wunder! Hoffentlich denken die "Verhinderer und Bremser" dieses längst zu bauenden Teilstückes Brunnen-Flüelen, auch einmal an solche (traurige und folgenschwere) Möglichkeiten, auf der steilen Uferstrasse, dem Urnersee entlang!
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    1. Antwort von Patrick Charpilloz  (Skeptiker)
      Ich denke nicht, dass diese Verhinderer umdenken werden. Denn jetzt haben sie doch genau das erreicht, was sie wollen: Verkehrsblockaden und ein Verkehrschaos rund um Luzern.
      Dass dies zu viel mehr CO2 Ausstoss führt und Menschenleben gefährdet ist diesen Gruppierungen egal. Bei den anstehenden Wahlen sollten wir alle daran denken, Leute zu wählen, die echte und effiziente Lösungen für den Klimaschutz suchen. Wie BR Maurer sagte: Mehr Technologie und weniger Ideologie.
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