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Neuentwicklung macht Sanierung von Kleinseilbahnen günstiger
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Prototyp in Nidwalden Rettung für Kleinseilbahnen dank neuer Steuerung?

Eine Modernisierung bedeutet wegen der Kosten für viele Bahnbetreibern das Aus. Eine günstige Steuerung soll helfen.

Die Schweiz ist ein Land der Kleinseilbahnen. 243 Stück verbinden in der Schweiz Täler und Berge, doch ihre Zukunft schwebt in der Luft. Mangelnde Finanzierung oder Prüfanforderungen, die nicht erfüllt werden können, machen den Bähnli zu schaffen.

Besonders betroffen von dieser Entwicklung ist der Kanton Nidwalden. Nirgends sonst in der Schweiz hat es so viele solcher Bahnen. Um die zwei Dutzend kleine und grosse Seilbahnen verbinden das Tal mit Alpbetrieben oder Naherholungsgebieten in der Höhe.

Ein Schritt zur Rettung der Seilbahnen könnte nun aber gefunden sein: Eine neuartige Steuerung die mit 80'000 Franken viermal weniger kostet als herkömmliche Modelle. Diese wurde speziell für Kleinseilbahnen entworfen und der weltweit erste Prototyp ist in der Nidwaldner Spiesbahn eingebaut. Diese verbindet Oberrickenbach und Spies.

Spiesbahn dank neuer Technik gerettet

Dieser Prototyp wurde auf die Initiative des Seilbahnverbandes Nidwalden entwickelt. Unterstützung erhielt der Verband von den «Freunden der Kleinseilbahnen», der 100'000 Franken an die Entwicklungskosten beigesteuert haben. Entscheidend geholfen mit seinem Fachwissen habe auch Reto Canale, Seilbahningenieur und Selbsternannter Retter der Kleinseilbahnen.

Wir können hier die Kosten für die Instandhaltung massiv senken - dies wird künftig für viele Bahnen wichtig sein.
Autor: Reto CanaleSeilbahningenieur

Dank der neuen Steuerung fährt nun die Spiesbahn ihrem 100-jährigen Bestehen entgegen. Nach der Eröffnung 1923 ist dies nun der dritte Umbau der Bahn, die eigentlich auf Ende 2017 wegen Nichterfüllens der Anforderungen hätte geschlossen werden müssen.

Für den Besitzer der Bahn, Joseph Durrer, ist die Erhaltung seines Bähnli enorm wichtig. «Ich hab lange nicht daran geglaubt, dass das wirklich möglich ist. Aber jetzt habe ich grosse Freude.» Noch müsse er sich an die neue Steuerung gewöhnen, aber: «Auch das lerne ich noch - schliesslich hat man nie ausgelernt, und etwas Neues ist ja interessant.»

Buch über Kleinseilbahnen

Der Ingenieur Reto Canale hat zusammen mit Co-Autor Roland Baumgartner ein Buch zum Thema verfasst: 200 Kleinseilbahnen der Schweiz - Nationales Kulturgut und faszinierendes Erlebnis. Darauf zeigen die Autoren auf 356 Seiten alle 204 Kleinseilbahnen der Schweiz, die über eine kantonale Betriebsbewilligung für die Personenbeförderung verfügen. Weiter gibt das Buch mit Fachtexten Einblick in die technischen Besonderheiten, in die Geschichte und zu den gesetzlichen Vorgaben von Kleinseilbahnen.

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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