Rothenburg will Verkehr rund um Seetalplatz im Auge behalten

Die Bauarbeiten am Seetalplatz in Emmenbrücke geben zu reden. Dass es ab Frühling 2014 zu Strassensperrungen kommt, stösst dem Gemeinderat von Emmen und dem Gewerbe sauer auf. In Rothenburg will man die Entwicklung abwarten.

Seetalplatz in Emmenbrücke Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Umbauarbeiten am Seetalplatz beschäftigen auch andere Gemeinden. zvg

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Der neue Seetalplatz

2012 sagten die Stimmberechtigten des Kantons Ja zum 190 Millionen Franken teuren Projekt. Die Bauarbeiten dürften bis 2018 dauern. Der Seetalplatz wird täglich von bis zu 62'000 Fahrzeugen befahren. Künftig wird der Verkehr über einen Grosskreisel fahren. Für Busse und Velos gibt es separate Spuren. Zusätzlich wird der Hochwasserschutz ausgebaut.

In Emmen wird wegen der Strassensperrungen rund um den Seetalplatz der Verkehrskollaps befürchtet. Weil der Kanton Luzern den Autofahrern empfiehlt, den Seetalplatz grossräumig zu umfahren, hat man auch in der Gemeinde Rothenburg Bedenken.

In Rothenburg werden nämlich zu Beginn des nächsten Jahres neue Fachmärkte eröffnet. Der Neubau, den die Möbelkette Ikea realisiert, wird Ende Jahr fertig.

Wegen der Eröffnung dieser Sport- und Schuhläden und des Fitnesscenters müsse man besonders auf die Verkehrssituation achten, sagt Philipp Rölli, Geschäftsführer der Gemeinde Rothenburg. «Der Autobahnanschluss hat dem Dorfzentrum deutliche Entlastungen gebracht, aber natürlich müssen wir jetzt die Entwicklung im Auge behalten», so Rölli gegenüber SRF.

Die geplanten Sperrungen rund um den Seetalplatz seien sicherlich nicht optimal, sagt der Emmer SVP-Nationalrat Felix Müri.

Der Kanton Luzern habe zu wenig gewichtet, dass Emmen in der nächsten Zeit enorm wachse. «Die Infrastruktur hinkt dieser Entwicklung hinterher.» Er fordert darum eine Gesamtplanung durch die Luzerner Regierung. An einem Treffen der Regierung mit den Luzerner Bundesparlamentariern will Müri diese Forderungen thematisieren.