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Seerose in Flüelen Die Seerose wird jetzt verschrottet

Keine Gnadenfrist für die Seerose im Hafen von Flüelen. Die Stiftung, welche die schwimmende Bühne in einen Pavillon verwandeln will, blitzt mit einem neuen Gesuch beim Kanton Uri ab.

Am Montag läuft das Ultimatum ab. Die Besitzer der Seerose müssen aufzeigen sollen, wie es mit der Seerose weitergeht. Tatsächlich hat die MpF-Stiftung ein Gesuch bei der Gemeinde Flüelen und beim Kanton Uri eingereicht. Damit wollte die Stiftung die Pläne retten, aus der Seerose einen kleineren, schwimmenden Pavillon zu machen.

Auf dieses Gesuch tritt man im Kanton Uri aber gar nicht erst ein, sagt der Gemeindepräsident von Flüelen, Simon Arnold gegenüber Radio SRF. «Das heisst, die Seerose muss zurückgebaut werden.»

Die Besitzer hätten eine Woche Zeit, um aufzuzeigen, wie dies geschehen solle. Auf das Gesuch sei man gar nicht erst eingetreten, weil dies wieder viel Zeit gekostet hätte, sagt Arnold.

Idee eines Pavillons noch nicht gestorben

Bei den Besitzern der schwimmenden, rosaroten Plattform nimmt man den Entscheid zur Kenntnis. «Jetzt ist die Seerose endlich weg, die Seerose ist passé» sagt Ronald Joho, der Mediensprecher der MpF-Stiftung. Man werde jetzt wie es die Gemeinde Flüelen und der Kanton Uri verlange, die Seerose zurückbauen.

Die gross angekündigten Pläne, die Seerose in einen kleineren schwimmenden Pavillon umzubauen, erhalten damit einen herben Rückschlag. Ganz verabschieden davon will sich Ronald Joho aber noch nicht. «Dann bauen wir halt etwas ganz neues, anstatt auf der bestehenden Plattform aufzubauen.»

Erst ein unvollständiges Gesuch eingereicht

Ursprünglich hätte der Umbau der grossen Seerose zum kleineren Pavillon in Beckenried gemacht werden sollen. Dafür hätte es aber auch schnell eine Bewilligung gebraucht.

Gérald Richner, Leiter des Amts für Umwelt des Kantons Nidwalden, bestätigte vergangene Woche auch, dass ein Baubewilligungsgesuch eingegangen sei: «Dieses ist jedoch unvollständig und wird deshalb auch nicht von uns geprüft.» Realistischerweise würde es mindestens vier bis fünf Monate dauern, bis alle Genehmigungen für einen Umbau vorliegen könnten, sagte Richner.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Martine Lorber (littlesur)
    falls unbedenklich ergäbe die ausgebleichte seerose ein schönes riff, sonst darf sie gern in den garten von pühringers palais coburg in wien. auf alles fälle weg. der versuch mit geld und macht ein dorf - vitznau und jetzt noch ein zweites - beckenried zu spalten ist unerhört. mal schauen ob er den beckenriedern auch eine donation anbietet....
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  • Kommentar von Charlotte Gubler (Marubi)
    Herr Pühringer, Frau Hesse: die Kapitalkraft Ihres Vereins MpF von 24 Mio ist dem Vierwaldstättersee und seinem noch intakten Ökosystem egal! Der See möchte einfach nicht immer wieder mit noch mehr negativen Einwirkungen wie rostendem Stahl, zusätzlichen Seeverankerungen im Seegrund etc. zu kämpfen haben. Wie lange dauert es denn noch, bis Sie das endlich merken? Chartern Sie doch lieber das Schiff "Diamant" mit bestehender Infrastruktur für Ihre Konzerte, das wäre eine echte Win-Win Situation!
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    1. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Geniale Idee.. Die SGV ist auf Vermietungen der "Diamant" aus bekanntem Grund"angewiesen. . Nein, ein Ausverkauf des Vierwaldstättersees darf auf keinen Fall stattfinden. Es ist schon genug mit dem dauernden Ausverkauf des Festlandes. Ich hoffe sehr, dass dies an der SGV GV thematisiert wird und die Chefetage dieses Zwängerei- Projekt der Österreicher auch nicht goutiert, sondern ihnen die "Diamant" schmackhaft macht.
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  • Kommentar von John Johnson (Kelten)
    Diese arrogante Zwängerei von dieser MpF-Stiftung (Musikpädagogisches Forschungs-Zentrum) aus Österreich gibt mir langsam aber sicher gewaltig auf die Nerven! Dieser "Musikverein" aus Österreich soll doch in irgend einer leerstehenden Festung / Bunker der Schweizer Armee ihren Lärm und Krach austoben; aber sicher nicht auf dem idyllischen und erholsamen Vierwaldstättersee!
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