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Legende: Audio Ueli Bärtschi: «Läck, sind ihr guet verchleidet...» abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 01.03.2019.
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SLRG überwacht die Reuss Sie reagieren, wenn ein Luzerner Fasnächtler ins Wasser fällt

Rettungsschwimmer sorgen an der Luzerner Fasnacht für die Sicherheit. Das milde Wetter ist dabei Fluch und Segen.

Ein rotes Schlauchboot fährt zwischen der Seebrücke und dem Reusswehr hin und her. An Bord sind zwei Männer – ausgerüstet für einen allfälligen Rettungseinsatz. Sie beobachten das Ufer der Reuss ganz genau. Bei der Rathaustreppe hören Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern den Guggenmusiken zu und sind am Feiern.

Seit den frühen Morgenstunden ist Ueli Bärtschi im Einsatz. Der Präsident der Sektion Luzern der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG steuert das Boot bei der Jesuitenkirche ans Ufer. Er ist dick eingepackt – mit einem Trockenanzug – so, dass er für den Ernstfall gerüstet wäre.

Die ehrenamtlichen Retter der SLRG – insgesamt rund 10 Personen, die in Schichten arbeiten – sind zum zweiten Mal an der Luzerner Fasnacht im Einsatz.

Polizei und Sanität sind schnell vor Ort

«Zum Start am Schmutzigen Donnerstag ist noch alles ruhig über die Bühne gegangen», sagt Ueli Bärtschi. Im letzten Jahr mussten die Einsatzkräfte ein Kind retten, das in die Reuss gefallen war.

Eine weitere Aufgabe ist es, die Einsatzkräfte von Polizei und Sanität schnell hin und her zu transportieren. «Wenn es für die Fasnächtler kein Durchkommen mehr gibt, gilt das auch für die Rettungskräfte.» Da könne die Abkürzung über den Seeweg Gold wert sein.

Milde Temperaturen animieren gewisse Leute zu Mutproben in der Reuss.
Autor: Ueli BärtschiPräsident Sektion Luzern SLRG

Es zeichnet sich vom Wetter her eine eher milde Fasnacht ab. «Das ist für uns einerseits gut, dann müssen wir weniger Kleider anziehen», lacht Ueli Bärtschi.

Andererseits seien viel mehr Leute auf den Gassen unterwegs. Wenn der Alkohol übermässig fliesse, könne es auch mal brenzlig werden. Ein weiteres Problem: «Milde Temperaturen animieren gewisse Leute zu Mutproben in der Reuss.» Eine schlechte Idee, denn die Reuss sei aktuell 7 Grad kalt.

Der Einsatz der Rettungsschwimmer werde von den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern aber sehr geschätzt. Sie erhielten nur positive Reaktionen. Ab und zu gebe es aber natürlich auch einen Spruch. Der Klassiker: «Läck, sind ihr guet verchleidet…»

SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 06:32 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Fasnacht im Frühling - das gibt es nicht jedes Jahr. Aber wenn es dies einmal gibt, dann geniesst man die Fasnacht doppelt. Und die Reuss ist dann auch nicht so saumässig kalt. Und ein weiterer Vorteil: Die Maschgere müssen sich nicht so warm anziehen und schwitzend wieder ins kalte Wetter raus gehen. Lieber Petrus, solche Fasnachte nehnmen wir gerne wieder hin. Noch eine Frage: Wieviel Glühwein wurde gestern getrunken?
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