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Urs Schnyder: «Plötzlich hört man die Aussagen der Zuschauer wieder - meistens sind sie nicht gerade motivierend für uns»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 19.07.2020.
abspielen. Laufzeit 07:29 Minuten.
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Super-League-Schiedsrichter Urs Schnyder: «Die positiven Schlagzeilen geniesse ich»

Der Luzerner über sein viral gegangenes Sprint-Video, den grossen Druck wegen der knappen Meisterschaft und den VAR.

Positive Schlagzeilen sind für Schiedsrichter ein rares Gut. Umso mehr liess am vergangenen Wochenende das Video mit Urs Schnyder aufhorchen. Der 34-jährige Entlebucher übersprintete vor dem dritten Thuner Treffer gegen Xamax beinahe alle Spieler, um möglichst auf Höhe des Balles zu kommen. Das Video war daraufhin auf den meisten Nachrichtenseiten zu finden.

Der Luzerner freut sich über die Aufmerksamkeit: «Das schmeichelt mir. Ich habe diese Tage genossen und sehr viele Nachrichten erhalten. Das nimmt man wirklich positiv auf. Denn meistens kommt man als Schiedsrichter nur nach einem Fehler in die Schlagzeilen.»

Video
Schiedsrichter Schnyder überspurtet die Xamax-Abwehr
Aus Sport-Clip vom 13.07.2020.
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Die «englischen Wochen» in der Schweizer Super League sind nicht nur für die Spieler eine ungewohnte und belastende Situation, sondern auch für die Unparteiischen.

Glücklicherweise haben wir gerade Sommerferien. Daher bin ich im Moment vollberuflich Schiedsrichter.
Autor: Urs Schnyder

Durch den Halbprofi-Status haben alle Spielleiter der Liga nebenbei noch einen Beruf. So auch Schnyder, der an einem Gymnasium mit einem 50-Prozent-Pensum als Sportlehrer arbeitet. Sein Glück: «Glücklicherweise haben wir gerade Sommerferien. Daher bin ich im Moment vollberuflich Schiedsrichter.» Der Nachteil sei, dass er derzeit keine Ferien habe. Doch während des Corona-Lockdowns habe er viel Zeit gehabt und seine Batterien aufladen können.

Hoher Druck wegen der grossen Spannung

Diese Energie braucht Schnyder im Moment. «Was dazu kommt, ist die mentale Geschichte. Es geht in die letzten Runden der Super League und es geht um das Eingemachte. Die Spiele werden intensiver geführt, es geht um mehr, und das spüren auch wir Schiedsrichter.»

Ich vermisse die Fans extrem. Für mich ist es viel einfacher vor 30'000 Zuschauer zu pfeifen.

Wer glaubt, dass die fehlenden Fans eine Erleichterung für Schnyder sind, täuscht sich: Er vermisse die Fans extrem. «Für mich ist es viel einfacher, vor 30'000 Zuschauer zu pfeifen. Das motiviert uns.» Ohne viel Publikum müssten sich die Schiedsrichter auf eine ungewohnte Situation einstellen. Man höre jeden einzelnen Zwischenruf und jede Beleidigung von den Rängen.

Der VAR als grosse Hilfe und Entlastung

Zum Thema Video Assistant Referee (VAR) hat Schnyder eine klare Meinung. Das System sei eine grosse Hilfe für die Unparteiischen und in der Schweiz gut angelaufen. «Ich möchte ihn nicht mehr missen», sagt Schnyder und erklärt: «Das System gibt eine gewisse Sicherheit. Diese strahlt man bei der Spielleitung auch aus, und das merken die Spieler.»

Sportlive, 13. Juli 2020, 15:30 Uhr / Regionaljournal Zentralschweiz, 19. Juli 2020, 17:30 Uhr

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