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Zentralschweiz Uri: Jetzt kann der Wolf abgeschossen werden

Der Kanton Uri hat den Wolf zum Abschuss frei gegeben. Das Tier soll in jüngster Zeit in Gurtnellen und Wassen 25 Schafe gerissen haben. Damit seien die Bedingungen für einen Abschuss erfüllt, teilte die Standeskanzlei am Freitag mit.

Wolf
Legende: Ein Fotofallenbild des Wolfes vom April diesen Jahres ZVG Sicherheitsdirektion Kanton Uri

Das Tier darf nur in einem bestimmten Gebiet abgeschossen werden. Dieses umfasst die anstossenen Alpen und deren unmittelbare Umgebung im Gemeindegebiet Gurtnellen und Wassen westlich der Reuss. Hinzu kommt das Streifgebiet des Wolfes auf den Alpen in Seelisberg, Bauen, Isenthal, Seedorf, Attinghausen, Erstfeld, Göschenen, Andermatt, Hospental und Realp.

Die Bewilligung ist auf 60 Tage befristet. Den Wolf abschiessen dürfen nur zehn kantonale Wildhüter, sowie zwischen 20 und 30 Jäger, welche vom Kanton dafür bestimmt werden, wie der Urner Jagdverwalter Josef Walker sagte.

Der Letztjährige wurde nicht geschossen

Der letzte bekannte Aufenthaltsort des Wolfs war laut Josef Walker eine Alp im Surenenpassgebiet in Attinghausen. Dort riss das Tier am Mittwoch nachts mehrere Schafe. Es handelt sich gemäss Analysen um ein männliches Tier aus Italien. Der Rüde erhielt die Bezeichnung M68. Das Tier war vor den Zwischenfällen in Uri noch nie in der Schweiz nachgewiesen worden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Wolf im Kanton Uri über 50 Schafe gerissen. Die betroffenen Schafhalter wurden finanziell entschädigt. Das Tier wurde damals ebenfalls zum Abschuss freigegeben, es tauchte allerdings danach nicht mehr auf im Kanton Uri.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12.03 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Damit werden jene belohnt, die sich nicht um den Schutz der Herden bemühen, dem Wolf die Schafe auf dem Tableau servieren. Zum Abschuss frei u.Entschädigung, obschon die besorgten Halter ihre Tiere eh dem Schicksal überlassen und dabei, ohne Wolfsriss, pro Jahr ca.10'000 Schafe auf grausame Art+Weise ihr Leben lassen müssen. Was sind denn dagegen 2-300 gerissene Schafe/J! Überall dasselbe, ob Raubtiere oder andere Störefriede, sie kommen der Krone der Schöpfung gefährlich nahe ...oder umgekehrt?
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  • Kommentar von g g (John Gieri)
    Dort wo die Bauern ihre Schafe schützen, gibt es praktisch kein Problem mit den Wölfen ... Walliser und Co scheinen nicht lernfähig zu sein. Mal schauen wie lange sie brauchen. Ich bin stets optimistisch: Dort wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
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