Zum Inhalt springen

Header

Audio
Emmen stimmt ab. Hier die Argumente für und gegen die Wachstumsinitiative
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 16.06.2020.
abspielen. Laufzeit 05:39 Minuten.
Inhalt

Wachstumsinitiative in Emmen «In Emmen herrscht ein Bauwahn»

«In der Gemeinde Emmen herrscht ein Bauwahn», sagt Marco Paternoster, Präsident der lokalen SVP. «Es wird gebaut wie verrückt, Haus um Haus. Viele der Wohnungen bleiben aber leer.» Trotzdem müsse die Gemeinde die nötige Infrastruktur wie etwa Strassen bereitstellen. «Mit der Folge, dass Emmen in die roten Zahlen abrutschte und die Steuern erhöht werden mussten», sagt Marco Paternoster. Dieser Entwicklung müsse ein Riegel geschoben werden.

Porträt von Marco Paternoster
Legende: «Der Gemeinderat packt das Problem nicht an. Jetzt muss es halt das Volk richten», sagt Marco Paternoster. SRF/Sämi Studer

Richten soll es die Gemeindeinitiative «Emmen soll vernünftig in die Zukunft wachsen». Mit dieser verlangt die SVP, dass das Bevölkerungswachstum Emmens im fünfjährigen Durchschnitt auf 0.7 Prozent pro Jahr beschränkt wird. Der Gemeinderat – die Exekutive – hält die Initiative für nicht zielführend, kaum praktikabel und äusserst schädlich. Die Initiative hätte zur Folge, dass viel Land aus- oder umgezont werden müsste. Langwierige und kostenintensive Gerichtsfälle wären programmiert, argumentiert das Gegenkomitee.

Wegen der vielen Überbauungen fehlt Bauland für das Gewerbe.
Autor: Marco PaternosterSVP-Präsident

Dies wiederum lässt Marco Paternoster nicht gelten. Eine Unwahrheit sei es, sagt der Emmer SVP-Präsident. Der Gemeinderat selbst gehe ja bis 2023 von einem Bevölkerungswachstum von 0.75 Prozent aus. «Unsere Forderung unterscheidet sich also nur minim von den Prognosen.»

Porträt von Conny Frey
Legende: «Die Revision der Ortsplanung ist der bessere Weg, um das Wachstum zu steuern», sagt Conny Frey vom Gegenkomitee. SRF/Sämi Studer

Mit dieser Meinung steht die SVP Emmen jedoch alleine da. Alle anderen Parteien sprechen sich gegen die Initiative aus. Conny Frey, Fraktionschefin der FDP im Gemeindeparlament, sagt, die Initiative störe ihre Partei aus verschiedenen Gründen: «Für uns ist diese Initiative der falsche Weg, um dieses Problem zu regeln.» Dies könne besser über die Revision der Ortsplanung geschehen, welche aktuell in Bearbeitung sei. Die Initiative habe zur Folge, dass es zu Enteignungen komme, die Wirtschaft geschwächt werde und die Bürokratie zunehme. «Und zu all diesen Punkten sagen wir Nein.»

Die Initiative ist der falsche Weg.
Autor: Conny FreyFDP-Fraktionschefin

Der Emmer Gemeinderat stellt der Initiative der SVP den Gegenvorschlag «Reglement zur Lenkung des Bevölkerungswachstums und zur qualitativen Entwicklung» gegenüber. Auch dieser hat im Gemeindeparlament nicht restlos überzeugt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 16.06.2020; 17:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.