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Legende: Audio Enttäuschung bei den Initianten von «Wake and Camp» abspielen. Laufzeit 03:46 Minuten.
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 28.06.2019.
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Wakeboardanlage in Ettiswil Nach 15-jähriger Planung kommt das Aus

Hohe Anforderungen des Kantons und zu viel Widerstand – darum wird nichts aus dem Luzerner Projekt «Wake and Camp».

Die beiden Initianten Bruno Zemp und Willi Bernet planten seit rund 15 Jahren eine Wakeboardanlage mit zugehörigem Campingplatz. Diese Woche haben sie aufgrund des Ergebnisses der kantonalen Vorprüfung entschieden, die Planungen einzustellen.

Dem Bericht des Kantons sei unter anderem zu entnehmen, dass die Voraussetzungen für die Einzonung von Fruchtfolgeflächen ausführlicher zu erbringen und eine Kompensation darzulegen wäre. Ausserdem gebe es unter anderem Fragen bezüglich Lärm und Erschliessung.

Das Projekt Wake & Camp

Bruno Zemp lancierte 2005 das Projekt Wakepark in Ruswil. Willi Bernet hatte 2006 die Idee des Tourismusprojekts «Napfpark». Dieses sah ein Campingplatz mit Holzblockhaus vor. Gemeinsam entwickelten die beiden das Projekt einer Wakeboardanlage mit Campingplatz weiter und suchten eine geeignete Landparzelle. Anfang 2015 nahm der Ettiswiler Landwirt Kurt Stocker mit den Initianten Kontakt auf und stellte den benötigten Boden für das Projekt zur Verfügung.

Der Gemeinderat Ettiswil und der Verband Region Luzern West sicherten ihre Unterstützung zu.

Die Anlage wäre die erste dieser Art in der Schweiz gewesen.

Kostenpunkt:

  • rund 2.7 Millionen Franken für die Anlage
  • rund 3 Millionen Franken für den Campingplatz/Gastronomie

«Die neuen gesetzlichen Vorgaben machen das Projekt viel teurer. Wenn wir all die Abgaben und Auflagen erfüllen müssen, ist es fast nicht mehr machbar», sagt Initiant Bruno Zemp auf Anfrage von Radio SRF. Gleichzeitig sei die Bevölkerung heute sensibilisierter für Umweltschutzfragen als noch vor ein paar Jahren. Sie sagen darum: «Es besteht ein grosses Risiko, dass die Politik nicht mitmacht und beispielsweise die Bevölkerung die Umzonung ablehnt oder am Schluss Einsprachen und Gerichtsverfahren das Projekt verzögern.»

Der Gemeinderat von Ettiswil bedauert die Einstellung von «Wake and Camp». Gemeindepräsident Peter Obi sagt: «Das Projekt wäre passend gewesen für unsere Region. Im Tourismus hätten wir uns damit weiterentwickeln und profitieren können.»

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