Zum Inhalt springen
Inhalt

Wohntraum in 28 Metern Höhe Haus mit Kran auf Silo platziert

Legende: Video Kran hievt Haus auf altes Getreidesilo abspielen. Laufzeit 03:29 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.09.2018.

Am Morgen wurde im luzernischen Wikon ein Wohnhaus mit einem Spezialkran vom Boden aus auf ein Silo gehoben. Es gehört Clemens und Sandra Noser, die bald mit ihren zwei Kindern in ihr Traumhaus einziehen werden.

Der grosse Moment

Das Haus wird vom Kran angehoben und schwebt zu seinem endgültigen Standort auf dem Silo.
Legende: Das Haus «schwebt» zu seinem endgültigen Standort. Keystone

Das Haus wurde in den vergangenen Monaten am Boden gebaut. Es handelt sich um eine Stahl-Konstruktion mit einem Gewicht von 115 Tonnen. Mit einem Spezialkran, der sonst auch beim Brückenbau verwendet wird, wurde das Haus am Montagmorgen angehoben.

Grosses Interesse

Zahlreiche Schaulustige verfolgen und fotografieren, wie das Haus vom Kran angehoben wird.
Legende: Zahlreiche Schaulustige verfolgen, wie das Haus angehoben wird. Keystone

Rund 100 Schaulustige waren vor Ort, als das Haus gehievt wurde. Darunter waren auch Schulklassen und viele Journalisten. Die meisten Schaulustigen waren sich einig, dass sie lieber nicht selber in diesem Haus wohnen möchten – zu windig und zu hoch sei es dort oben.

Neuer Standort in 28 Metern Höhe

Das Haus wird auf dem Silo platziert.
Legende: Die Platzierung des Hauses auf dem Silo. Keystone

Die Anhebung des Hauses dauerte insgesamt rund eine Stunde. Die grösste Herausforderung war es, das Haus auf dem Dach des Silos genau am richtigen Ort zu platzieren. «Er sei sehr nervös und hoffe, es passe wirklich alles wie geplant zusammen», sagte Hausbesitzer Clemens Noser, als das Haus langsam abgesetzt wurde. Zum Beispiel hat es im Boden des Hauses ein Loch für den Liftschacht, das genau mit dem Zugang vom Silo her übereinstimmen muss.

Dachterrasse mit Weitsicht

Bauarbeiter auf dem Dach des Silos geben Anweisungen, damit das Haus genau an der richtigen Stelle platziert wird.
Legende: Bauarbeiter geben dem Kranführer Anweisungen, damit das Haus millimetergenau platziert wird. Keystone

Das Haus ist zweistöckig und bietet eine Wohnfläche von über 200 Quadratmetern, verteilt auf sechseinhalb Zimmer. Zugang zum Haus erhält man über ein Treppenhaus oder den bereits im Silo eingebauten Lift.

Im oberen Stock befinden sich die Küche, der Essbereich, das Wohnzimmer und ein WC für Gäste. Im unteren Stock liegen vier Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Besonders freut sich die Familie aber auf die Aussicht von der grossen Dachterrasse. Rundherum wurde für die Sicherheit ein 1,1 Meter hohes Glasgeländer angebracht.

Einzug um den Jahreswechsel

Das Haus trohnt nun über dem Dorf Wikon im Kanton Luzern in einer Höhe von 28 Metern.
Legende: Ab sofort trohnt das Haus über dem Dorf Wikon im Kanton Luzern. Keystone

Nun steht das Haus also an seinem endgültigen Platz auf dem Silo. Fast sechs Jahre hat es gedauert von der Idee bis zu diesem Moment. Besonders aufwendig für die Familie Noser war es, diverse Sonder-Bewilligungen einzuholen. Wie hoch die Kosten für das Haus am Schluss ausfallen, wollte die Familie Noser nicht verraten.

In den kommenden Wochen müssen noch diverse Arbeiten gemacht werden, zum Beispiel wird der Lift ins Haus eingebaut und Strom- und Wasserleitungen werden hochgezogen. Ausserdem wird das Silo optisch ans Wohnhaus angepasst. Es erhält eine neue Fassade. Um den Jahreswechsel soll alles fertig sein und Familie Noser in ihr Traumhaus einziehen können.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.