Zentralschweiz hat Winteruniversiade fast in der Tasche

Das Bewerbungskomitee für die Austragung der Winteruniversiade 2021 in der Zentralschweiz hat seine Kandidatur vorgestellt. Der zweitgrösste Wintersport-Event soll zu einem grossen Werbeeffekt führen. Kostenpunkt: 33,5 Millionen Franken. In einem Kanton finden keine Wettkämpfe statt.

Stadt Luzern von oben gesehen an einem Wintertag mit den Alpen im Hintergrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Luzern soll als Gast-Stadt der Winteruniversiade dienen. zvg

Zusatzinhalt überspringen

Die Winteruniversiade

Andermatt im Winter mit verschneiten Dächern.

Andermatt ist ein Austragungsort im Jahr 2021 zvg

An den alle zwei Jahre stattfindenden Studentensportspielen nehmen gegen 1600 Athleten zwischen 17 und 28 teil. Mit dabei sind ebenso viele Betreuer und Offizielle aus 50 Nationen und 540 Bildungsstätten. Die Winteruniversiade mit über 1000 freiwilligen Helfern gilt nach den Olympischen Spielen als zweitgrösster Multi-Sportanlass im Winter.

Die Austragung in der Zentralschweiz gilt als so gut wie sicher. Weitere Kandidaturen gebe es keine, hiess an der Medienkonferenz des Trägervereins «Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021».

Hinter der Universiade-Kandidatur stehen die sechs Zentralschweizer Kantone sowie die Stadt Luzern als Gast-Stadt. Wettkämpfe finden überall ausser in Nidwalden statt. Dafür soll der Halbkanton für Rahmenveranstaltungen auf dem Bürgenstock berücksichtigt werden. Zudem planen die Luzerner Hochschulen einen wissenschaftlichen Kongress zu Sportthemen.

Die Austragungsorte der 11 Sportarten:

  • Andermatt/Realp (Biathlon)
  • Einsiedeln (Skilanglauf)
  • Engelberg (Curling, Freestyle Skiing, Snowboard)
  • Luzern (Eiskunstlaufen, Short Track Speed Skating)
  • Stoos (Ski Alpin)
  • Sursee (Eishockey Frauen)
  • Zug (Eishockey Männer und Frauen)

Die Kosten für die Durchführung werden auf total rund 33,5 Millionen Franken geschätzt. Je rund die Hälfte davon sollen vom Bund und den Kantonen finanziert werden. Hinzu kommen Gelder von Teilnehmern, Sponsoren und Spendern.

Nachhaltige Spiele

Die Universiade könne günstig und nachhaltig durchgeführt werden, da nur wenig Geld in neue Infrastrukturen oder Unterkünfte investiert werden müsse, sagt Urs Hunkeler, Leiter des Bewerbungskomitees.

Letztlich könne auch die Politik profitieren, sagte der Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker, Vizepräsident des Trägervereins. Die Winteruniversiade wäre seit längerem wieder ein gemeinsames Grossprojekt aller Zentralschweizer Kantone.

Am 5. März vergibt das Exekutiv-Komitee des internationalen Hochschulsportverbandes FISU in Brüssel die Winteruniversiade 2021.