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Zug schraubt am Denkmalschutz Die Hürde für den Schutz von historischen Gebäuden soll steigen

Das Zuger Kantonsparlament hat entschieden, die Denkmalkommission abzuschaffen. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Ein Referendum ist bereits angekündigt.

Heute läuft das Verfahren so ab: Bei der Frage, ob ein Gebäude schützenswert ist oder nicht, wird die kantonale Verwaltung durch eine Denkmalkommission beraten - erst dann entscheidet sie. Einsitz in der Kommission haben Vertreter von Heimatschutz, Hauseigentümerverband, Bauernverband und den Gemeinden.

Künftig ist dieses Fachwissen nicht mehr gefragt: Der Kantonsrat hat beschlossen, die Kommission einzusparen. Das Parlament folgte damit dem Antrag der Regierung.

Gegner fürchten «Zerstörung der baulichen Heimat»

Weiter entschied der Rat, dass Objekte nur dann zwingend geschützt werden müssen, wenn sie einen «äusserst hohen wissenschaftlichen Wert» haben. Für den Sprecher der GLP ist dies «geradezu eine Einladung, unsere bauliche Heimat zu zerstören».

Definitiv sind die Änderungen zwar noch nicht. Die zweite Lesung findet erst in einigen Wochen statt. Und: Die Fachverbände, die in der nun abgeschafften Denkmalkommission vertreten waren, haben ein Referendum angekündigt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Manchmal gibt der Denkmalschutz schon zu reden, aber wenn ich die Bauten sehe, welche
    dahingepflastert werden, lieblos, total schlechte Anpassungen an bestehende Bauten usw.
    Oft frage ich mich, wo die Architekten in die Schule gegangen sind. In den Altstädten darf der Denkmalschutz nicht abgeschafft werden, sonst geht der letzte Charme der Städte und Dörfer verloren.
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Es sind ja nur Gebäude. Wenn man ein Steuerparadies sein will muss man Opfer bringen. Wer oder was wird als nächstes dran kommen.