2000-Watt-Gesellschaft in Schaffhausen: Das Streitgespräch

Die Stadt Schaffhausen will Strom sparen. Wie Zürich und Winterthur soll der Energiebedarf mehr als halbiert werden, die 2000- Watt-Gesellschaft soll in der Stadtverfassung verankert werden. Befürworter Urs Tanner (SP) und Gegner Mariano Fioretti (SVP) diskutieren über Pro und Contra.

Bis im Jahr 2080 soll der Energieverbrauch in der Stadt Schaffhausen auf 2000 Watt Leistung pro Person reduziert werden. Und zwar schrittweise, indem die Energieeffizienz erhöht und der CO2-Ausstoss verringert wird. So wollen es der Stadtrat und die Mehrheit des Stadtparlaments.

Zusatzinhalt überspringen

Die Parolen

Der Stadtrat und die Mehrheit des Stadtparlaments sagen Ja zur 2000-Watt-Gesellschaft.

Dafür sind: AL, SP, ÖBS, CVP, GLP

Dagegen sind: SVP, FDP

Stadtparlamentarier Urs Tanner (SP) spricht von einer «Jahrhundertvorlage», die durchaus umsetzbar sei. «Wir müssten pro Jahr ein Prozent Energie sparen», sagt er. Und «wer gegen Atomstrom ist, ist für diese Vorlage».

SVP-Stadtparlamentarier Mariano Fioretti widerspricht. Auch er sei fürs Energiesparen, «aber nicht staatlich verordnet». Diese Vorlage sei ein staatliches Umerziehungsprogramm - und eine Illusion. 2000 Watt hätten die Schaffhauser letztmals 1960 gebraucht.

Ob ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel - oder nutzloser Staatseingriff. Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser entscheiden am 30. November über die 2000-Watt-Gesellschaft.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)