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Unterwegs mit dem «Team Corona»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 05.03.2020.
abspielen. Laufzeit 05:30 Minuten.
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30 Tests pro Tag In violetter Vollmontur zum Corona-Patienten

Das Zürcher Unispital hat wegen dem Coronavirus eine spezielle Notfallstation eingerichtet. Verdachtsfälle erhalten bei der Ankunft zuerst einen Mundschutz und werden dann in ein weisses Zelt geführt.

Weisses Zelt ausserhalb des Unispitals.
Legende: Das Unispital hat neben einer eigenen Isolier-Station auch ein eigenes Wartezimmer für Corona-Patienten eingerichtet. SRF

Knapp 20 Ärztinnen und Pfleger arbeiten auf der Corona-Station. Verantwortlich für den reibungslosen Betrieb ist Dagmar Keller, die Direktorin des Instituts für Notfallmedizin.

Die Ärztin erzählt, dass am Unispital im Schnitt rund 30 Patientinnen und Patienten pro Tag auf das Coronavirus getestet werden. «Anfangs hat uns die Menge der Patienten überrascht. Aber jetzt läuft der Betrieb normal, wir können das problemlos bewältigen», so Keller.

Zwei lachende Ärzte
Legende: Pflegeleiter Patrik Honegger und Chefärztin Dagmar Keller gehören zum «Team Corona» am Unispital. SRF

«Ich kann mich auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll verlassen», sagt Dagmar Keller. Eine davon ist die Assistenzärztin Noémie Lautenbach. Sie arbeitet eigentlich auf der Urologie, hat nun aber spontan auf die Corona-Station gewechselt.

junge frau mit schutzmaske
Legende: Die Assistenzärztin Noémie Lautenbach ist eine von rund 20 Mitarbeitern des Corona-Teams. SRF

Noémie Lautenbach arbeitet seit einer Woche auf der Corona-Station. Sie findet die spezielle Aufgabe interessant. Pro Tag trifft sie ungefähr fünf Patientinnen und Patienten und macht einen Abstrich. Die meisten seien sehr ruhig: «Ich erkläre den Patienten immer, dass das Coronavirus eigentlich wie eine normale Grippe ist. That's it.»

Auch Assistenzarzt Marcus Zeitlhöfler arbeitet seit kurzem auf der Corona-Station. Bevor er sich um die Patienten kümmern kann, muss er spezielle Schutzkleidung montieren: Mantel, Handschuhe, ein dicker Mundschutz und eine Extra-Brille.

Ein Assistenzarzt wird mit spezieller Schutzkleidung ausgerüstet.
Legende: Nur wer spezielle Schutzkleidung trägt, darf mit den Corona-patienten Kontakt aufnehmen. SRF

Angst davor, sich selbst anzustecken, hat Marcus Zeiltlhöfer nicht: «Wir sind hier super geschult worden. Ich fühle mich absolut sicher.» Ärztinnen und Ärzte, die mit Corona-Patienten Kontakt haben, müssen sich an strenge Vorschriften halten. So soll eine Ansteckung und Weiterverbeitung verhindert werden.

Plakat Massnahmen
Legende: Informationsplakate sollen die Ärtzinnen und Ärzte beim korrekten Umgang mit Patienten anleiten. SRF

Im Unispital Zürich ist der Ausnahmezustand mittlerweile zum Normalzustand geworden. Bis auf weiteres könne das Spital die Corona-Fälle problemlos bewältigen, sagt Chefärztin Dagmar Keller.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, fumi; mark

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Margarita Koch  (Sarah K.)
    "Der führende Spezialist für Infektionskrankheiten (Fang Chi-tai, National Taiwan University) argumentiert, dass die ungewöhnliche Struktur des neuartigen Coronavirus wahrscheinlich von Menschen hergestellt wurde. (...) Er schloss: Aus akademischer Sicht ist es daher tatsächlich möglich, dass die vier zusätzlichen Aminosäuren im Labor von Meschenhand zu COVID-19 hinzugefügt wurden." Diese Feststellungen stammen von einem Spezialisten (und nicht von einem sog. Verschwörungstheoretiker).
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  • Kommentar von Max Borer  (BorerMax)
    Wenn ich hier sehe wie Ärzte extreme Schutzkleidung tragen mit Schutzbrillen und allem, finde ich da stimmt doch etwas nicht. Wir sollen einfach die Hände gut waschen und ein bisschen Abstand halten, und schon sind wir auf der sicheren Seite.

    Weiter scheint es so als die Schweizer noch nichts von all den Schutzmassnahmen gehört haben. Ob in Bus, Bahn, oder im Laden, hier NW-Schweiz wird fröhlich weiter in die Luft gehustet dabei schelmisch Gelacht, Begrüssungsküsse Umarmungen inkl.
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    1. Antwort von Aurel Specker  (Auspec)
      Es geht darum, dass diese Ärzte mehrfach direkt, nahen Kontakt mit echten Coronapatienten haben.

      Mehrfach-infektionen mit dem gleichen Virus von verschiedenen Quellen ist massiv gefährlicher als eine normale Infektion.
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    2. Antwort von Max Borer  (BorerMax)
      "mehrfach direkt, nahen Kontakt mit echten Coronapatienten haben" Also habe ich mit falschen Coronapatienten zu tun, deshalb reicht Hände waschen. "Mehrfach-infektionen mit dem gleichen Virus von verschiedenen Quellen ist massiv gefährlicher als eine normale Infektion" Wieso ist Mehrfach-Infektion gefährlicher, infiziert ist infiziert. CH 114 Fälle, wie sind also MF-I bei Ärzten möglich.
      Wichtige Fragen bleiben offen.
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    3. Antwort von Helmut Meier  (Helmu)
      @BorerMax: reden wir doch Klartext: Es wurde verpennt rechtzeitig genügend Schutzmasken zu besorgen, Testmaterial gibt es auch fast keines mehr....was solls. Also wird uns gepredigt "Hände waschen..Hände waschen.... Wie es die arme Wirtschaft, den Flugverkehr und unsere Spassgesellschaft trifft, das ist wichtig und geht ans Geld. So läuft der Hase.
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    4. Antwort von Verena Bangert  (Ve Rena)
      Sehr geehrter Hr Borer
      Bei den Schutzmassnahmen (SM) die Sie im Artikel sehen handelt es sich um Standard- Isolationsmassnahmen für Viren und Bakterien die über Kontakt und Luft (aerogen) übertragen werden. Diese Massnahmen werden z.B. auch bei Patienten mit Masern oder Tuberkulose ergriffen. Ärzte und Pflegende haben kontakt mit vielen Patienten, die meisten darunter mit bestehenden vorerkranken, daher sind diese SM wichtig um eine Weiterverbreitung zu verhindern um andere Pat. zu Schützen.
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  • Kommentar von Urs Sahli  (sahliu)
    Sicher, diese Corona-Angelegenheit ist nicht zu unterschätzen und ist für ALLE Bereiche eine Katastrophe. Aber leider geht dabei etwas ganz anderes, fast noch tragischeres Geschehnis ganz unter. TAEGLICH STERBEN WELTWEIT CA. 25'000 KINDER AN UNTERERNAEHRUNG. Darüber verliert man kein Wort. Warum? Weil es hier nicht um Geld geht, sondern nur arme kleine Geschöpfe, die keine Lobby haben. Arme Welt.
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    1. Antwort von Alfons Bauer  (frustriert)
      Hungern ist nicht ansteckend. Warum verliert Urs Sahli kein Wort über die ausgebeuteten Chinesen, die in Italien in der Textilindustrie schuften müssen? Weil: Whataboutism.
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