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«Die Shops funktionieren wie ein Fischernetz»: Florian Frei von der Zürcher Kantonspolizei im Interview.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.12.2019.
abspielen. Laufzeit 03:46 Minuten.
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Achtung Falle! Zürcher Polizei entlarvt Hunderte Fake-Online-Shops

Bei einer Cyberrazzia gelang der Zürcher Kantonspolizei ein Coup: In kürzester Zeit sperrte sie über 450 Fake-Shops.

Wenn Heiligabend naht, kaufen viele ihre Geschenke online ein. Doch nicht alle Anbieter sind seriös. So hat die Abteilung «Cybercrime» der Zürcher Kantonspolizei vergangene Woche über 450 betrügerische Online-Shops identifiziert und gesperrt. Dies in einem Zeitraum von nur 24 Stunden.

Perfide Masche der Betrüger

Solche betrügerischen Anbieter stellen laut Kantonspolizei teure Marken- und Elektronikartikel zu günstigen Preisen ins Internet. «Doch wenn man die Ware bestellt, erhält man im besten Fall eine billige Fälschung oder gar nichts», warnt Florian Frei, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich. «Das vorausbezahlte Geld ist natürlich weg».

Die Tipps der Kantonspolizei

Eine Person am Computer
Legende:Keystone
  • Seien Sie bei Online-Shops kritisch! Hinterfragen Sie das Angebot, wenn ein teures Produkt zu einem unglaublich guten Preis verkauft wird.
  • Überprüfen Sie, ob der Domainname mit dem Seiteninhalt übereinstimmt. Betrügerische Online-Shops weisen in den meisten Fällen einen unpassenden Domainnamen auf. Bezahlen Sie in diesen Fällen nicht im Voraus und verlassen Sie die Seite.

Die 450 entlarvten Anbieter waren allesamt mit Schweizer Internet-Domains registriert, ein gängiges Vorgehen. Die Anbieter täuschen damit den hiesigen Konsumenten vor, dass es sich um Schweizer Webshops handelt. «Es gibt hierbei allerdings keinen Zusammenhang zum Territorrium Schweiz», eklärt Florian Frei. Solche Schweizer Internet-Domains könnten weltweit gekauft werden.

Ermittlungen laufen international

Die meisten Betrüger stammen laut Kantonspolizei aus dem Ausland. Verhaftungen durch die Kantonspolizei sind in diesen Fällen nicht möglich, internationale Ermittlungen werden durchgeführt.

Wir gehen davon aus, dass viele Menschen den Betrug gar nicht anzeigen.
Autor: Florian FreiMediensprecher der Zürcher Kantonspolizei

Seit Anfang 2018 hat die Kantonspolizei über 6500 betrügerische Onlineshops identifiziert und gesperrt. Genaue Opferzahlen sind nicht bekannt. «Wir gehen davon aus, dass viele Menschen den Betrug gar nicht anzeigen», sagt Mediensprecher Florian Frei.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Diese Meldung müsste eigentlich den Anfang der Umkehr
    im Einkaufsverhalten auslösen.Die Gier nach Geiz-ist-geil
    lässt bei vielen den gesunden Menschenverstand verblassen.
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  • Kommentar von Samuel Egger  (S.Egger)
    Eine Longine Uhr für 120.- oder Lego Mindstorm 49.-. Wer hier bestellt ist schlicht selber schuld ( die geiz ist geil Mentalität lässt grüssen!). Wir sind froh können wir übers Internet vergleichen und bestellen, denn es gibt auch seriöse Shops!
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Solche Schweizer Internet-Domains könnten weltweit gekauft werden. Sollte man nicht damit aufhören, sie verbieten. Kunden täuschen und Geld ist weg, jedenfall auf dem Konto des Betrügers. Seit Anfang 2018 hat die Kantonspolizei über 6500 betrügerische Onlineshops identifiziert und gesperrt. Gute Arbeit. Leider schiessen diese Online Shops wie Pilze aus dem Boden. Sie sind der Polizei immer einen Schritt voraus. Besser in regionalen Läden einkaufen, da weiss man was man bekommt.
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