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Zürich Schaffhausen Affäre Uni Zürich: «Noch nie so etwas erlebt»

FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann hat als Präsident der Aufsichtskommission über die Universität Zürich schon einige Turbulenzen an der Hochschule erlebt. Dass die Affäre um SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli als Professor an der Uni nun aber eine solche Dimension erreicht, hat auch ihn überrascht.

Legende: Audio «Hans-Peter Portmann im Wochengast-Gespräch (10.11.2013)» abspielen. Laufzeit 19 Minuten.
19 min

Was zu Beginn ein Arbeitskonflikt war, hat sich wegen vielen Nebengleisen zu einem Flächenbrand entwickelt. So versucht Hans-Peter Portmann als «Regionaljournal Wochengast» von Radio SRF die Dynamik zu erklären, welche die Affäre rund um die Entlassung von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli als Leiter des Medizinhistorischen Museums erhalten hat. Diese gipfelte im sofortigen Rücktritt von Uni-Rektor Andreas Fischer am vergangenen Mittwochabend.

Uni unter Druck?

Als Präsident der Aufsichtskommission im Zürcher Kantonsparlament stellen sich für Portmann viele Fragen. Dazu gehört etwa, ob man die offenen Fragen rund um die Indiskretionen zu Mörgelis Arbeit als Kurator und seiner anschliessenden Kündigung auch ohne Nebengeräusche hätte klären können. Ob die Universität Zürich zunehmend unter Druck geraten ist, wollte der FDP-Kantonsrat aber nicht kommentieren.

Aufsichtskommission kann Untersuchung einleiten

Am Donnerstag wird die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit unter der Leitung von Hans-Peter Portmann entscheiden, ob sie selbst aktiv wird. Vor einem Jahr, nach der Entlassung Mörgelis, hatte sie noch entschieden, dass die Universität selbst erst mal Klarheit in den Fall bringen sollte. Nun schliesst Portmann ein Eingreifen seiner Kommission nicht mehr aus.

8 Kommentare

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  • Kommentar von E. Stalder, Luzern
    Herr Portmann: Greifen Sie bitte nicht zu früh ein. Ich habe mich schon seit Jahrzehnten nie mehr derart über inkompetente, völlig überforderte Führungspersönlichkeiten, schon seit Monaten, halbtot gelacht. Die Satiriker Giacobbo / Müller sind im Vergleich zu unserer UNI Elite-Intellektuelle lediglich kleine Waisenknaben. Einfach geil, unser UNI-Elite!!
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  • Kommentar von Katharina Müller, 8400 Winterthur
    Kein Wunder, das Gerede in der Oeffentlichkeit wegen des Rausschmisses des HerrnMörgeli ist einzig und allein jenen zu Verdanken, welche die Beurteilung über die angeblich katastrophale Arbeit Herrn Mörgelis der Presse (Tagi) geleitet haben. Eine ungeheure, infame Tat! Was ist auch mit Herrn Condrau? Normalerweise steht der Chef eines Betriebes, auch eines Institutes, vor seine Angestellten und Mitarbeiter wenn es Probleme gibt!!??
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      @Müller: Na klar, schlecht arbeiten - insbesondere wenn Mann in der SVP ist - ist kein Thema. Es öffentlich machen, ist aber ein Schwerverbrechen. Da genügt zur Verurteilung - durch SVP-Getreue - bereits ein diffuser Verdacht. Ein Urteil eines Gerichts braucht man dazu nicht. Und wenn auch später kein Gerichtsurteil im SVP-Sinne ergeht, kann Frau ja dann immer noch behaupten. die Richter seien eben links; wie üblich. Der Staatsanwalt = SVP > und immer noch keine Anklage, das ergibt Fragen!
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      H.Frühling Mich erstaunt immer wieder diese Verdrehungen, als ob jemand genau weiss was war, irgendwie können gewisse Menschen mit voller Überzeugung etwas Behaupten, wie es war, eigenartig. Sollte man aber Feststellen, dass Frau Ritzmann an die Presse ging, könnte es ihr auch so ergehen wie den 2 Frauen in ZH, die den Sozialbetrug an die Öffentlichkeit brachten, da fand man auch keine Gnade. Sie wurden auch bestraft. Nochmals ich hoffe einfach, dass dies ehrlich und unabhängig überprüft wird
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    3. Antwort von Katharina Müller, 8400 Winterthur
      @ Frühling - woher wissen Sie denn, dass Herr Mörgeli schlecht gearbeitet hat? Derjenige Teil, der beanstandet wurde, liegt ja gar nicht in Herrn Mörgelis Bereich. Warum wird das nicht zur Kenntnis genommen und korrigiert? Einen Grund finden, um jemanden rauszuekeln, den man seiner politischen Gesinnung wegen weghaben möchte, ist leicht. Ist aber unterste Schublade.
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Herr Portmann ich denke es ist an der Zeit, dass ihr etwas unternimmt. Egal welcher Partei eine Person angehört, das Recht auf eine ehrliche Aufklärung haben alle. Wie war es damals als CH. Blocher betreffend Hildebrand, Blochers und Computer wie Natel wurden beschlagnahmt. Oder die beiden Frauen, die an die Öffentlichkeit gingen betreffend Sozialbetrug, auch diese wurden bestraft. Nun denke ich, dass eine UNI sich nicht leisten kann, unehrlich zu Kommunizieren. Es ist eh vieles verwirrend.
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