Fall Mörgeli: Rektor der Uni Zürich tritt zurück

Der Rektor der Universität Zürich, Andreas Fischer, tritt per sofort zurück. Der Rücktritt erfolgt im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli.

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Bildlegende: Der Rektor Andreas Fischer zieht die Konsequenzen aus dem Fall «Mörgeli». Keystone

Andreas Fischer schrieb in einer Stellungnahme, er sei zum Schluss gekommen, dass sein sofortiger Rücktritt für die Universität das Richtige sei. Er bedauere die Situation, für die er als Rektor letztlich die Verantwortung trage, teilte er mit.

Kritik an Fischer

Fischer war siebeneinhalb Jahre als Rektor tätig. Die Universität Zürich war in den letzten Tagen von zahlreichen Professorinnen und Professoren aus dem In- und Ausland für den Rausschmiss Ritzmanns kritisiert worden.

Über 200 Wissenschaftler unterzeichneten deswegen gar eine Protestschrift. Sie vermuteten in der Kündigung Ritzmanns ein Bauernopfer aufgrund politischen Drucks. Die ehemalige Mitarbeiterin des Medizinhistorischen Museums soll dem «Tages-Anzeiger» vertrauliche Informationen zugespielt und so zur Berichterstattung über SVP-Nationalrat Christph Mörgeli beigetragen haben

Wirbel um Entlassung von Ritzmann

Andreas Fischer sei «aus Angst und Sorge um die Reputation der Universität» zurückgetreten. Dies sagte Prorektor Otfried Jarren.

Fischer habe ein ausgesprochenes Gefühl für Qualität und Reputation. Die Kritik, die im Zusammenhang mit der Entlassung von Titularprofessorin Iris Ritzmann auf die Uni niederprasselte, habe den Leiter der Universität persönlich sehr belastet.

Ob der bereits gewählte Nachfolger Michael Hengartner sein Amt als Rektor nun früher als geplant antritt, ist noch unklar. Bis auf Weiteres wird Jarren die Leitung übernehmen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Andreas Fischer tritt zurück

    Aus 10vor10 vom 6.11.2013

    Der Rektor der Universität Zürich, Andreas Fischer, tritt per sofort zurück. Dies geschieht im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli und der Entlassung der Titularprofessorin Iris RItzmann, die den Medien vertrauliche Informationen zugespielt haben soll.