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Mit blinkendem Licht gegen Vandalismus
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
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Alarmanlage an Haltestellen Wie die Zürcher Verkehrsbetriebe Sprayer abschrecken wollen

Mit einem blinkenden Licht gegen Sprayereien. Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) testen in den nächsten Monaten eine neue Anlage, um Vandalismus zu verhindern. An verschiedenen Haltestellen werden LED-Lampen mit Sensoren montiert, die auf das Geräusch von Spraydosen reagieren.

Auch unsere Haltestellen sind von Vandalismus betroffen.
Autor: Martin SuterLeiter Haltestellen bei der VBZ

Wenn eine Person die Dose schüttelt oder der Sensor das Geräusch der Spraydose registriert, beginnt automatisch die Beleuchtung zu blinken. Martin Suter, Leiter Haltestelle bei den VBZ, hofft, dass sich die Vandalen dadurch abschrecken lassen: «Das blinkende Licht zieht Blicke der umstehenden Personen auf sich, was die Vandalen abhalten soll.»

Wo bleibt geheim

Ob diese Methode mit der Licht-Anlage tatsächlich dazu führt, dass weniger Haltestellen verschmiert werden, wollen die VBZ bis Mitte Jahr prüfen. An welchen Stellen diese Sensoren genau angebracht werden, will Martin Suter nicht verraten – damit die Sprayer nicht gewarnt werden und auf andere Haltestellen ausweichen.

Nur so viel verraten die VBZ: Am Hardplatz wird es einen solchen Akustik-Sensor geben und «an wenigen weiteren Haltestellen».

In Deutschland funktioniert es

Ein ähnliches Instrument gebe es bereits in Deutschland, sagt die Graffiti-Beauftragte der Stadt Zürich, Priska Rast, auf Anfrage des «Regionaljournals». Und es zeige Wirkung: «In deutschen U-Bahnen ist dieses System seit Längerem im Einsatz und schreckt Täter effektiv ab.» Ein weiterer Vorteil sieht Rast darin, dass das Blinklicht auch bezüglich Datenschutz unproblematisch sei.

Ein Schild der VBZ mit der weissen Aufschrift "Hardplatz" auf blauem Grund.
Legende: Hier blinkt bald ein Licht, wenn eine Spraydose geschüttelt wird. Der Hardplatz ist der einzige Standort, den die VBZ bekannt geben. Keystone

Mit smarten LED-Lampen Strom sparen

Die VBZ testen zudem auch LED-Lampen mit Bewegungssensoren. Sie verringern die Helligkeit, wenn keine Fahrgäste an der Haltestelle auf ein Tram oder einen Bus warten. Die LED-Lampen sollen die bisherigen Leuchtstoffröhren ersetzen und dadurch Strom sparen.

Schliesslich installieren die VBZ an zehn Testhaltestellen sogenannte E-Paper-Geräte. Alle drei Massnahmen, für welche die VBZ rund 70'000 Franken investieren, sind Teil des Konzepts «Smarte Haltestelle».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Liebe Stadt Zürich hört doch einfach mit diesem Smartsein auf. Es geht nämlich langsam auf Kosten echter demokratischer Substanz. Demokratie muss keinen Unterhaltungswert haben, sondern den BürgerInnen die Möglichkeit der Teilhabe schaffen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Schon eigenartig, da dürfen die Menschen täglich mit unnötigen, blödsinnigen, ja eigentlich völlig absurden Werberein belästigt und zugedröhnt werden und wenn Menschen sich das Recht herausnehmen zur Meinungsäusserung beizutragen, wird das sanktoniert?
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