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«Früher war die Landschaft vielfältiger»: Interview mit Forscher Thomas Wolgemuth
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.04.2020.
abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.
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Artensterben in Zürich Insekten finden immer weniger Nahrung

  • Im Kanton Zürich gibt es immer weniger Futterpflanzen für Insekten, wie ein Forscherteam in einer Untersuchung herausgefunden hat.
  • Dieser Rückgang erschwert Schmetterlingen, Bienen und Fliegen die Nahrungssuche.
  • Die Studienresultate sind auf ganz Mitteleuropa übertragbar.

Die Artenvielfalt bei den Futterpflanzen im Kanton Zürich hat in den vergangenen hundert Jahren «dramatisch abgenommen», warnen die Forscher in ihrer Studie. Wie sie untersucht haben, ist die einst vielfältige Landschaft eintöniger geworden, Ackerbau und Zersiedelung haben ihre Spuren hinterlassen. Viele Lebensräume sind verschwunden.

So wurde die Studie durchgeführt

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So wurde die Studie durchgeführt
  • Beim Forschungsprojekt wurde der ganze Kanton Zürich kartiert und die Ergebnisse mit früheren Daten abgeglichen.
  • Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der Universitäten Bonn und Zürich mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft.
  • Rund 250 Bürgerinnen und Bürger mit botanischen Kenntnissen haben beim Projekt mitgeholfen.

Vor allem Moorlandschaften seien stark geschrumpft, sagt Thomas Wolgemuth von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. «Es gibt heute noch etwa 5 Prozent der Feuchtgebiete, die es um 1900 gab». Dies wirkt sich auch auf die Tierwelt aus: Wenn die Landschaft monotoner wird, ist es für spezialisierte Insekten wie gewisse Hummeln, Schmetterlinge oder Bienen schwieriger, Nahrung zu finden. Besonders dramatisch ist der Rückgang deshalb bei Pflanzenarten, welche nur von einer einzigen Insektengruppe bestäubt werden können.

Eine Hummel auf einer Pflanze
Legende: Bei den Hummeln gibt es Arten, die nur auf wenige Pflanzengattungen spezialisiert sind. Armin Heitzer

Damit die Vielfalt wieder wächst, können beispielsweise Flächen unter Wasser gesetzt und zu Moorlandschaften gemacht werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Wälder regelmässig zu mähen, so dass wieder mehr Blütenpflanzen wachsen können. «Dies wird im Kanton Zürich aus Artenschutzgründen grösstenteils bereits gemacht», sagt Wolgemuth.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 27.04.2020; 17.30 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Suter  (Sut)
    Es liegt auch an den in der Landwirtschaft verwendeten Insektiziden.
    Wenn man in den 60 er auf der Autobahn gefahren ist, musste man danach im Frühjahr oft die Windschutzscheibe von den Insekten reinigen.
    Kommt heute nicht mehr vor .
  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Dafür wird nun ja die Swiss mit Geld gerettet, obwohl sie keine Kerosinsteuer zahlt!
  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Das Thema ist zu komplex, als dass man sich damit profilieren könnte....
    Deshalb auch keine längst überfälligen drastischen Massnahmen!