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Regionaljournal Wochengast «Auch in 30 Jahren wird noch Milch getrunken»

1842 schlossen sich im Kanton Zürich die Bauern zusammen. Ihr Verband feiert dieses Jahr seinen 175. Geburtstag - in einer Zeit, in der die Situation für die Bauern alles andere als einfach ist. Dennoch ist Verbandspräsident Hans Frei optimistisch, wie er als «Regionaljournal-Wochengast» erklärte.

Legende: Audio Interview mit Hans Frei (9.4.2017) abspielen. Laufzeit 15:25 Minuten.
15:25 min

Die wichtigsten Aussagen von Hans Frei

  • «Im Kanton Zürich ist die Wechselwirkung zwischen den Erholungsbedürfnissen der urbanen Gesellschaft und unserem Bedürfnis, auf diesen Flächen zu arbeiten, eine besondere Herausforderung.»
  • «In einem Land mit diesem Wohlstand darf man erwarten, dass man auch die Kosten für unsere Nahrungsmittel trägt.»
  • «Auch in 30 Jahren gibt es noch Leute, die Milch trinken.»
  • «Zwei Stunden vor dem Interview war ich noch im Stall, wo Kuh Sophie gerade kalbte.»

Immer weniger Bauern

Die Zahlen sind eindeutig: Seit 1985 hat sich die Zahl der Agrarbetriebe im Kanton Zürich fast halbiert. Im ganzen Kanton gibt es gerade mal noch 3600 Bauernbetriebe.

«Die Bauern gehen auf dem Zahnfleisch», meinte Bundesrat Ueli Maurer in seiner Rede anlässlich der Jubiläumsfeier des Zürcher Bauernverbandes. «Aber die Landwirtschaft denkt in Generationen. Und ich bin sicher, dass ihre Wertschätzung zunehmen wird. Sie ist vorbildlich im Umgang mit der Natur. Und sie hat die Mittel zum Überleben: Sie produziert Lebensmittel.»

Diese Worte kann Hans Frei, Präsident des Zürcher Bauernverbandes unterschreiben. Seit 2012 steht er an der Spitze des Verbands und ist nach eigenen Angaben voll motiviert für die Aufgabe. Um die Anliegen der Bauern den Konsumentinnen näher zu bringen, will er im Jubiläumsjahr vermehrt an die Öffentlichkeit gehen. Zudem hat sich Frei ein klares Ziel gesetzt: bessere Preise für landwirtschaftliche Produkte. «Wir fordern nicht mehr Direktzahlungen, sondern anständige Erträge. Das heisst, wir müssen die ganze Kostenkette überprüfen und die einzelnen Posten gerechter verteilen.»

derv, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 hr

Ein Bauer schneidet mit seinem Traktor den Mais.
Legende: Im Kanton Zürich verschwinden immer mehr Landwirtschaftsbetriebe. Keystone

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Lieber Herr Maurer Ja die Bauern produzieren Lebensmittel - doch zu welchem gesundheitlichen Preis für die Käufer und vor allem auch für die Nutztiere !!! Eine absolute Schande ist diese Vermarkung "der Produzent BAUER" für die Schweizer Bevölkerung. Zudem sind die Kosten und der Schutz für die Bauern für das Volk nicht mehr weiter tragbar
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