«Aufhören, wenn es am besten ist!»

Die SP der Stadt Zürich muss das Präsidium neu besetzen. Die beiden Co-Präsidentinnen Beatrice Reimann und Andrea Sprecher treten nach fünf Jahren zurück und stellen sich an der Delegiertenversammlung im Juni nicht mehr zur Wiederwahl.

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Bildlegende: Nach fünf Jahren ist Schluss: Beatrice Reimann (l.) und Andrea Sprecher geben das Präsidium der Stadtzürcher SP ab. zvg

Mit ihrem Rücktritt wollen die beiden Co-Präsidentinnen frühzeitig Platz machen für ein neues Präsidium. Dieses soll genügend Zeit haben, die Wahlen 2018 vorzubereiten. «Wir haben uns Anfang Jahr überlegt, ob wir die Wahlen 2018 nochmals leiten wollen und sind zum Schluss gekommen, dass wir das nicht mehr wollen», sagt Andrea Sprecher gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und da sei es nur fair, wenn man einen Schlussstrich ziehe.

«Wir gehen jetzt, wo es am besten ist», pflichtet Beatrice Reimann bei. Zusammen mit Andrea Sprecher habe man zwei gute Wahlkämpfe geführt, ob man noch genug Kraft und Ideen für einen dritten gehabt hätte, sei schwer abzuschätzen.

Vorgänger war 18 Jahre im Amt

Im Mai 2009 waren die damals 36-jährige Gemeinderätin Beatrice Reimann und die 33-jährige Kantonsrätin Andrea Sprecher einstimmig als Co-Präsidentinnen gewählt worden. Sie ersetzten Koni Loepfe, der nach 18 Jahren von der Spitze der Partei zurücktrat.

Erklärtes Ziel der neuen Präsidentinnen war es, den Wähleranteil auf über 35 Prozent zu steigern. Dies gelang ihnen weder 2010 noch 2014. Erfolgreich waren sie jedoch bei der Verteidigung der vier SP-Stadtratssitze.

Die SP-Geschäftsleitung wird am 27. März das weitere Vorgehen für die Findung einer Nachfolge festlegen. Die Wahl des neuen Präsidiums findet voraussichtlich an der Delegiertenversammlung vom 26. Juni statt.