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Wie Hunde lernen, Wildschweine zu jagen
Aus 10vor10 vom 11.07.2019.
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Ausbildung in Elgg Wie Hunde lernen, Wildschweine zu jagen

Seit einer Woche werden in Elgg Hunde für die Wildschweinjagd trainiert. Eine schwierige und gefährliche Aufgabe.

Vor 40 Jahren waren die Wildschweine in der Schweiz beinahe ausgestorben. Mittlerweile leben wieder rund zehntausend Wildschweine hierzulande und es werden immer mehr. Die Tiere verursachen erhebliche Schäden. Etwa, indem sie den Bauern Felder verunstalten. Zunehmend machen sie sich aber auch in Wohnsiedlungen zu schaffen.

Sie zu jagen, ist sehr aufwändig. Hunde erleichtern die Aufgabe, den Wildschweinbestand zu regulieren. Sie müssen aber zuerst lernen, wie sich gegenüber den Wildschweinen behaupten können. Dies sollen sie im ersten «Schwarzwildgewöhnungatter» der Schweiz in Elgg bei Winterthur lernen.

Das Gatter
Legende: SRF

Seit einer Woche ist das Gatter in Betrieb. Elf Wildschweine leben im Wald auf sechs Hektaren, das entspricht einer Fläche von etwa acht Fussballfeldern. Die Schweine leben aber nicht zusammen sondern in vier verschiedenen Zonen.

Bei der Ausbildung müssen sich die Hunde – ähnlich wie bei einem Parcours – durch die verschiedenen Zonen arbeiten. Die Aufgaben werden immer schwieriger. In der letzten Zone werden die Hunde dann wie auf der richtigen Jagd freigelassen. Läuft alles gut, bestehen die Hunde die Ausbildung.

Mann mit oranger Weste
Legende: SRF

Jürg Rengel ist der Mann, der die Ausbildung der Hunde überwacht. Er hat sich zum Gattermeister ausbilden lassen. Mit Maiskörnern in der Hand lockt Rengel die Wildschweine an. Er kennt sie seit ein paar Monaten, der Umgang zwischen den Tieren und Rengel ist schon ziemlich vertraut. Trotzdem greifen ihn die Wildschweine immer wieder an: «Es sind nach wie vor Wildtiere. Ich trage auch spezielle Hosen, damit ich mich nicht verletzte, falls mal ein Schwein zupackt», so Rengel.

Mit der heutigen Übung ist er sehr zufrieden. Der Hund habe die Wildschweine entschlossen angebellt. Als die Wildschweine reagierten, sei er aber zurückgewichen, um sich selbst zu schützen. Gemäss Rengel ist das genau das richtige Verhalten.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Carl Sonnthal  (Carl Sonnthal)
    Fakten statt Jägerlatein: In Genf mit den Wildhütern braucht es keine Treib- und Drückjagden mit bellenden Jagdhunden, obwohl immer sehr viele Wildtiere (teils angeschossene und schwer verletzte) aus den umliegenden Gebieten in den Kanton Genf flüchten und bleiben. Aus Erfahrungen in Deutschland weiss man zudem, dass auch mit Wildschweingatter, weder die landwirtschaftlichen „Schäden“ noch die Population der Wildschweine im gewünschten Masse nachhaltig reduziert werden können.
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