Bahnunfall Neuhausen: Thurbo-Regionalzug überfuhr Rotlicht

Der Grund für die Kollision von zwei Regionalzügen beim Bahnhof Neuhausen vor einer Woche ist geklärt. Einer der beiden Züge ist zu früh vom Bahnhof losgefahren und fuhr an einem Haltesignal vorbei.

Die Unfallstelle in Neuhausen am Morgen des 10. Januar 2013. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Unfallstelle in Neuhausen am Morgen des 10. Januar 2013. SRF

Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST hat den Hergang des Bahnunfalls von Neuhausen rekonstruiert. Bei dem Unfall vor einer Woche sind zwei Regionalzüge miteinander kollidiert. 17 Personen wurden leicht verletzt. Ausserdem entstand ein Schaden von rund 1.5 Millionen Franken.

Gemäss dem SUST-Bericht waren die Züge, die Gleise und das Stellwerk in einwandfreiem Zustand. Auch sei keiner der Züge zu schnell unterwegs gewesen. Allerdings habe der Thurbo-Regionalzug in Richtung Schaffhausen den Bahnhof Neuhausen zu früh verlassen.

Schnellbremsung nützte nichts mehr

Danach passierte der Zug ein Signal das auf «Halt» eingestellt war. Der Thurbo-Lokomotivführer bemerkte das Signal aus etwa 20 Metern Entfernung und leitete eine Schnellbremsung ein. Diese konnte aber nicht mehr verhindern, dass der Zug das Signal überfuhr und mit einer entgegenkommenden Doppelstock-S-Bahn kollidierte.

Schon früher gefährliche Situationen?

Die SUST führt ihre Untersuchungen nun weiter. Vor allem klärt sie ab, ob es in der Vergangenheit schon zu gefährlichen Zwischenfällen im betroffenen Bahnhofbereich gekommen ist. Die Unfalluntersuchungsstelle wird aufgrund dessen Sicherheitsempfehlungen abgeben, wie ein solcher Unfall in Zukunft verhindert werden kann.