«Bei Schokoladensensorik wird gespuckt, nicht geschluckt»

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bietet seit neustem einen Lehrgang an, der mit einer Sensorik-Lizenz für Schokolade abgeschlossen wird. Die ersten zehn von elf Absolventen haben den Lehrgang, der im deutschsprachigen Raum einzigartig ist, erfolgreich abgeschlossen.

Eine Frau beisst herzhaft in eine Tafel Schokolade. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Beruf des Schokoladensensorikers benötigt viel Disziplin: Er darf nur reinbeissen, aber nicht schlucken. Keystone

Den ganzen Tag Schokolade essen - und das als Beruf. So stellt es sich der Laie vor, wenn jemand für die Qualitätssicherung bei einem Schokoladeproduzenten zuständig ist.

«Nach der 10., 12., 15. Schokoladenprobe sehen Sie es nicht mehr als Traumjob an», relativiert Annette Bongartz, Leiterin Fachbereich Sensorik an der ZHAW. Bei der Schokoladensensorik werde daher gespuckt, nicht geschluckt. Normalerweise sei ein Schokoladensensoriker deshalb auch nicht besonders gefährdet, zuzunehmen, erklärt Bongartz.

Der Schokoladensensoriker-Lehrgang der ZHAW bildet die Teilnehmer zu objektiven Prüfern aus. Sie lernen die Sprache der Schokoladen-Sensorik kennen und wie sie diese mit der sensorischen Wahrnehmung des Produkts - also Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur - in Verbindung bringen. Im Idealfall führt dies zu besseren Produkten für die Konsumenten.