Betrug und Urkundenfälschung: ex CS-Banker muss ins Gefängnis

Das Bezirksgericht Zürich hat den ehemaligen Direktor der Grossbank Credit Suisse zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Er hat die Pensionskasse des Kantons Zürich BVK und die Gebäudeversicherung um rund 15 Millionen Franken geprellt.

Die Fassade des Bezirksgebäudes in Zürich, im Vordergrund zwei Fernsehkameras auf Stativen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Bezirksgericht Zürich muss sich einmal mehr mit den Vorfällen bei der kantonalen Pensionskasse BVK befassen. Keystone

Der Banker war eng mit dem Ex-Anlagechef der BVK befreundet. In dessen Auftrag betreute er als Direktor bei der CS Anlagen der BVK. Die Pensionskasse kam zu Schaden, weil der Angeklagte Börsendaten manipulierte. Von den Machenschaften betroffen war auch die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich. Der Schaden beträgt rund 15 Millionen Franken.

Betrug und Urkundenfälschung

Nutzniesser der Manipulationen war einerseits die CS. Die Bank hat den Kanton für den Schaden inzwischen mit 18,9 Millionen Franken entschädigt. Via Bonuszahlungen zogen aber auch der Ex-Banker und seine Mitarbeiter, die mit ihm vor dem Richter standen, Profit daraus.

Das Bezirksgericht spricht von einem erheblichen Verschulden des Ex-Bankers und verurteilt ihn zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Die Mitangeklagten kommen mit bedingten Geldstrafen davon. Einer wurde freigesprochen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Schon der zweite Prozess

Für den Ex-Banker ist es nicht die erste Verurteilung. Im Zusammenhang mit dem BVK-Skandal musste er sich schon wegen Bestechungsdelikten vor Gericht verantworten. Dafür wurde er vom Zürcher Obergericht zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Dieses Urteil ist inzwischen rechtskräftig.