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Zürich Schaffhausen Braucht die Ehe besonderen Schutz?

Die EDU sieht die Ehe in Gefahr. Mit einer Initiative fordert sie deshalb, dass die Ehe in der Kantonsverfassung als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau festgeschrieben wird. Die Gegner finden das unnötig.

Die Spitze einer Hochzeitstorte mit Braut und Bräutigam aus Zucker
Legende: So sieht nach der Definition der EDU eine Ehe aus und so soll es auch in der Zürcher Verfassung stehen. Keystone

Für die EDU ist klar: Die Ehe ist nur etwas für heterosexuelle Paare. Und diese Auffassung will sie in der Verfassung des Kantons Zürich verankern. Dort soll künftig stehen: «Die Ehe ist die auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau.» So verlangt es die Volksinitiative «Schutz der Ehe», die am 27. November zur Abstimmung kommt.

Labelschutz für die heterosexuelle Ehe?

Es seien «gezielte Bestrebungen im Gang, welche ohne Umschweife fordern, die Ehe für gleichgeschlechtliche Personen zu öffnen, sie für mehr als zwei Personen zu erlauben (Polygamie) und schliesslich die Ehe ganz abzuschaffen», warnt die EDU. Unterstützt wurde sie im Kantonsrat einzig von der SVP.

Unnötig und wirkungslos?

Für die anderen Parteien ist klar: Die Regelung des Eherechtes ist Sache des Bundes. Aktuell gehe das Zivilgesetzbuch von der gleichen Definition der Ehe aus, wie sie die EDU verlangt. Deshalb sei die Initiative überflüssig, argumentieren die Gegner der EDU-Initiative.

Sie bestreiten nicht, dass eine gesellschaftliche Diskussion im Gang ist, ob die heutige Definition der Ehe noch zeitgemäss ist. Doch sie halten den Initianten entgegen: Sollte sich diese Definition auf Bundesebene einst ändern, dann sei diese andere Definition auch für den Kanton Zürich verbindlich. Eine eigene Ehedefinition in der Zürcher Kantonsverfassung würde hinfällig. Deshalb verspreche die Initiative etwas, was sie gar nicht halten kann.

Parolenspiegel

  • JA: EDU, SVP
  • NEIN: SP, FDP, Grüne, glp, CVP, EVP, BDP, AL

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Laurent Christen (kritisch bleiben)
    Ich kapier's nicht. Inwiefern wird die Ehe geschützt, wenn nur Frau und Mann sie eingehen können? Wieso genau betrifft es Heteros, wenn zwei Personen des gleichen Geschlechts sich ebenfalls das Jawort geben möchten? Was genau ist an Polygamie so schlimm, wenn alle beteiligten Personen erwachsen und mit selbiger einverstanden sind? Und arbeiten nicht eher jene an der faktischen Abschaffung der Ehe, welche sie als Privileg heterosexueller monogamer Menschen erhalten wollen? Fragen über Fragen...
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Heute scheinen die Redaktionen wieder ausschliesslich von Ideologen besetzt zu sein: Auch hier wird mein zustimmender und sachlich aufgezeigter Kommentar unterschlagen (nicht aufgeschaltet!)! Darum nochmals: Ja, immer mehr reglementieren und mehr Gesetze sind der Untergang einer freiheitlichen Gesellschaft. Hier aber, wo es um die kommenden Generationen geht, ist der Vorschlag der EDU und SVP, die Ehe (Frau und Mann) als gesetzliche Grundlage im Gesetzbuch zu verankern, richtig und nötig!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Familie ist und bleibt Privatsache. Diese Religiösen Fundamentalisten meinen besonders Schützenswert zu sein und die Wahrheit gepachtet zu haben, und alle sollen deshalb nach Ihr leben. Wer Verantwortung übernimmt sollte allgemein bessergestellt sein, unabhängig der sexuellen Orientierung. Die stete Bevormundungen gewisser Kreise ist Unerträglich, was Gewisse Menschen sich erlauben ins Privatleben von erwachsenen zu mische.
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