Bootsstreit in Schaffhausen Braucht es eine Limite für Motorboote auf dem Rhein?

Um die begehrten Bootsplätze auf dem Rhein wird in Schaffhausen erbittert gekämpft. Die Stadt will bei der Vergabe motorlose Boote nicht mehr bevorzugen. Dagegen wehrt sich die «Aktion Rhy» mit einer Volksinitiative.

Video «Die Argumente kurz und knapp» abspielen

Die Argumente kurz und knapp

1:14 min, vom 22.8.2017

Worum geht es? Die Volksinitiative «Bootsliegeplätze fiftty-fifty – für Ruhe und Erholung am Rhein» fordert, dass die Liegeplätze, die sogenannten Weidlingspfosten, in Zukunft zur Hälfte an motorisierte und an motorlose Boote vergeben werden. So wie es von 1986 bis 2016 der Fall war. Im Schaffhauser Stadtparlament wurde die Initiative im März 2017 äusserst knapp, mit 16 zu 15 Stimmen angenommen.

Zusatzinhalt überspringen

Partei-Parolen

Ja: SP, AL, GLP

Nein: SVP, FDP, CVP, EDU

Das sagt Initiant Paul Engelhart: Die Zahl der Motorboote werde ohne Regelung wieder zunehmen. Er befürchtet, dass es wieder zu überbordendem Motorenlärm kommt, so wie dies 1986 der Fall war. Schaffhausen und der Kanton seien auch Mitglied der internationalen Bodenseekonferenz was sie verpflichte, den motorisierten Bootsverkehr einzuschränken.

Das sagt Gegner Thomas Hauser (FDP) Die Regelung sei unnötig, die Bootsmotore seien in den letzten Jahren immer leiser geworden. Ausserdem fehle die gesetzliche Grundlage, da sie im kantonalen Richtplan nicht mehr enthalten sei. Zudem existiere diese Regel in keiner anderen Schaffhauser Gemeinde.

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)