Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wer für die Stadt schuftet, soll ein kleines Extra erhalten, findet die Mehrheit des Zürcher Stadtparlaments
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 11.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
Inhalt

Budgetdebatte Stadt Zürich Zum Auftakt ein Dankeschön ans Personal

Alle Jahre wieder wird auch in der Stadt Zürich um das Budget des nächsten Jahres gestritten. Bei einem Aufwand von knapp 9 Milliarden Franken sieht der Stadtrat für 2020 einen kleinen Überschuss von 35 Millionen Franken vor.

Die Bürgerlichen und Mitte-Parteien möchten gerne mehr sparen und zum Beispiel Stellen streichen. Die links-grüne Mehrheit im Parlament will davon nichts wissen – zum Auftakt gibts von ihr ein Dankeschön fürs Personal.

Ein Zustupf mit ökologischem Hintergedanken

Bereits im Herbst 2018 versprach der Zürcher Stadtrat dem Personal eine Beteiligung ans ÖV-Abo oder an das Velo, wenn sie damit zur Arbeit fahren. Zehn Millionen Franken wollte der Stadtrat dafür ausgeben, 2020 sollten diese «Fringe Benefits» wirksam werden. Bis heute fehlt jedoch die gesetzliche Grundlage.

Stadt soll konkurrenzfähig bleiben

Für SP, Grüne, AL und die EVP war dies kein Grund, dem Personal die Zulage vorzuenthalten. Wenigstens einen Teil, nämlich drei Millionen Franken, sollte das Personal erhalten. «Das Personal rechnet damit und hat sich darauf eingestellt», argumentierten die Grünen. Die SP fand, es sei an der Zeit, das Personal an der guten finanziellen Lage der Stadt teilhaben zu lassen, ausserdem sei die Stadt in Lohnfragen im Hintertreffen gegenüber dem Kanton. Für den oder die einzelne Angestellte bedeutet dies: Sie erhalten 2020 eine einmalige Zulage von ca. 125 Franken, abgestuft nach Pensum, jedoch ohne Bedingungen. Es profitieren also auch die Autofahrer.

Für die Bürgerlichen ein «falsches Instrument»

FDP, SVP und GLP fanden die Einmalzulage unnötig und «artfremd», wie es zum Beispiel Roger Bartholdi von der SVP ausdrückte. «Eine freiwillige Dienstleistung des Arbeitgebers auszuzahlen – das macht man nie und nimmer!» Die FDP argumentierte, die Stadt zahle faire Löhne und habe solche «Goodies» nicht nötig. Und auch die GLP sah keinen Sinn darin, Gelder mit der Giesskanne zu verteilen. In der Abstimmung setzten sich jedoch SP, Grüne, AL und die EVP durch. Die Einmalzulage von drei Millionen wurde mit 68 Ja- zu 53 Nein-Stimmen gutgeheissen.

Die Budgetdebatte wird am Freitag, 13. Dezember, fortgesetzt.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    «Eine freiwillige Dienstleistung des Arbeitgebers auszuzahlen – das macht man nie und nimmer!» Ist das so? Auch bei den Topkadern nie und nimmer? Die goldenen, silbernen Fallschirme ... oder habe ich solches nur geträumt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen