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Baustart PJZ Zürich Dem Spatenstich steht nichts mehr im Weg

Das neue Zürcher Polizei- und Justizzentrum, PJZ, kann gebaut werden. Gegen die Vergabe der Bauführung sind keine Rekurse eingegangen. Beide Unternehmen, die leer ausgegangen sind, akzeptieren den Entscheid. Im Mai 2017 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Im Vordergrund eine Industriebrache, im Hintergrund das Hochhaus Primetower
Legende: Im Mai 2017 sollen auf dem Areal beim ehemaligen Güterbahnhof in Zürich die Bauarbeiten für das neue PJZ beginnen. Keystone

Nach 20 Jahren Planung, nach zwei Volksabstimmungen und vielen Diskussionen wegen der hohen Baukosten kann es nun endlich losgehen: Das umstrittene neue Polizei- und Justizzentrum, PJZ, kann gebaut werden. Der Baustart hätte sich beinahe nochmals verzögert wegen der Vergabe der Bauführung.

Den Zuschlag erhielt das Generalunternehmen HRS Real-Estate aus dem Kanton Thurgau. Für das Unternehmen ein lukratives Geschäft, handelt es sich beim PJZ doch um eines der grössten Hochbauprojekte der Schweiz. Deshalb drohten die anderen beiden Bewerber, die Baufirma Implenia und das Generalunternehmen Steiner AG, die leer ausgegangen sind, mit Rekursen gegen die Bauvergabe.

Verzicht auf rechtliche Schritte

Die Steiner AG hat den Entscheid der Zürcher Regierung bereits akzeptiert, nun folgt auch Implenia. «Wir verzichten auf einen Rekurs, weil wir das Bauprojekt nicht noch weiter verzögern wollen», sagt Mediensprecher Reto Aregger gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Eine Nachricht, welche die kantonale Baudirektion sehr freut. Endlich könne es losgehen, endlich können die Bauarbeiten starten, sagt Mediensprecher Dominik Bonderer.

Es freut uns sehr, dass wir nun endlich mit den Bauarbeiten beginnen können.
Autor: Dominik BondererMediensprecher Zürcher Baudirektion

Im Mai, spätestens im Juni sollen die Baumaschinen auffahren. Mit diesem Schritt geht eine lange Geschichte zu Ende: Seit der ersten Planung des neuen PJZ sind nämlich beinahe 20 Jahre vergangen. Und bis heute ist das PJZ umstritten, erstens wegen der hohen Kosten, zweitens wegen des Kasernenareals. Anders als der Regierungsrat es versprochen hat, zieht das Kommando der Kantonspolizei nicht ins PJZ, sondern bleibt auf dem Kasernenareal. Aus Platzgründen – argumentiert der Regierungsrat. Wenn es nach Plan verläuft, soll das neue Zürcher Polizei- und Justizzentrum 2020 fertig gebaut sein.

1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Einfach, damit dann niemand überrascht ist: Es entsteht jetzt also ein Gebäudekomplex auf Basis einer bis zu 20 Jahre alten Planung, ja? Um aktuelle Gegebenheiten und Bedürfnisse zu berücksichtigen, wird es wohl unweigerlich zu Moving-Target-Situationen kommen. Und damit auch zu Kostenüberschreitungen. Aber… eh wurscht… im linksdrehenden Züri will so etwas eh niemand hören. Nicht wahr?
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